Sebastian Stüber, Leiter der Hochschulgastronomie, hat uns durch die Mensen der JGU geführt. Dabei wurde schnell klar: in der Mensa Bambus gibt es viele Probleme, die schwierig zu lösen sind. Hier kannst du mehr über die kürzlichen Veränderungen in den JGU Mensen lesen.
Die Mensa Bambus ist die zweitgrößte Mensa auf dem Campus und Anlaufstelle für einen Großteil der Studierenden aus den Studiengängen, die hauptsächlich im Philosophicum und im GFG vertreten sind. In den Mensen der JGU, gerade in diesen Fachrichtungen, sei der Anteil vegetarisch oder vegan lebender Studierender hoch. Wie Stüber erklärt, verändert sich das Essverhalten an Hochschulen je nach Ausrichtung: An technischen Universitäten werde mehr Fleisch gegessen als an der JGU. Das zeigt sich auch im Konsumverhalten: bereits 2022 waren zwei Drittel der verkauften Speisen vegan oder vegetarisch. Das Angebot der Mensa Bambus ist entsprechend angepasst. Hier kannst du mehr darüber lesen.
Die Mensa Bambus wurde vor etwa 15 Jahren als kleine Cafeteria konzipiert. Geplant war ein Ort mit Snacks, Gebäck und einem warmen Gericht pro Tag. Sie wurde ausgestattet mit etwa 300 Sitzplätzen innen und außen. Heute jedoch verkauft die Mensa Bambus über 1000 Mahlzeiten täglich. Das ist mehr als das Dreifache der ursprünglich vorgesehenen Kapazität. Kein Wunder also, dass es gerade zur Mittagszeit zu Schlangen und Wartezeiten kommt. „Das ist die große Herausforderung Bambus“, sagt Stüber.
Um dem Andrang nachzukommen, mussten die täglich verkauften Mahlzeiten bereits künstlich begrenzt werden. Trotzdem komme es immer wieder zu langen Wartezeiten. Vor allem aber auch, weil es strukturelle Engpässe gebe, die nicht einfach zu beheben seien. Viele Studierende sind mit der Situation unzufrieden. Mehr dazu findest du in diesem Artikel.
Ein zentrales Problem ist die bauliche Struktur: Die Mensa hat nur eine kleine Eingangstür, wodurch sich zur Mittagszeit lange Schlangen bilden. Drinnen ist kein Platz für mehrere Warteschlangen, also stauen sich die Studierenden.
Außerdem gibt es in der Mensa Bambus keine eigene Produktionsküche. Alles wird von der Zentralmensa geliefert. Ist ein Gericht leer, muss auf Nachschub gewartet werden und spontane Nachproduktion ist nicht möglich. Auch der Spülbereich ist nicht auf den Ansturm von Studierenden ausgerichtet: Eine einzige Spülmaschine führt gerade in Stoßzeiten zu Rückstau.
Weiterhin besitzt die Mensa nur einen Kühlraum, ausgelegt für 300 Essen. Im Moment wird er vorwiegend für Getränke genutzt, weil er für die tatsächliche Anzahl an Gerichten schlicht nicht ausreiche.
Um den Druck zu lindern, wurde bereits eine Pommes-Theke eingeführt. Da sich viele Mensabesuchende nur Pommes holen, ist die Hoffnung nun, dass mit einer separaten Theke die Hauptschlange entlastet wird. Doch die Umsetzung ist nur bedingt erfolgreich, denn Schlangen entstehen trotzdem.
Stüber erzählt uns, dass das Studierendenwerk die Herausforderungen erkannt hat und es Pläne zur Verbesserung gibt:
„Nutzt die Zentralmensa, wenn ihr Zeit habt“, rät der gelernte Koch. Denn dort gibt es nicht nur das gleiche Essen wie in der Mensa Bambus, sondern sogar mehr Auswahl. Außerdem wurde sie, anders als Bambus, genau für diese Mengen an Studierenden ausgelegt. Wer also flexibel ist, könne durch einen Besuch in der Zentralmensa ganz konkret zur Entlastung beitragen. In diesem Artikel findest du alle anderen Foodspots auf dem Campus.