Wie Studierende den Menschen aus der Ukraine helfen können

16.03.2022
Campus-News
vt

Mit großem Entsetzen beobachtet die Welt die aktuelle Situation in der Ukraine. Viele Studierende fragen sich derzeit: Wie kann ich den Menschen aus der Ukraine helfen? Hier sind einige Möglichkeiten.

Nehmt an Demos teil

Ihr könnt den Ukrainer:innen eure Unterstützung zeigen und euch klar gegen den Krieg positionieren, indem ihr an Demonstrationen teilnehmt. Wann die nächste Demo in eurer Nähe stattfindet, könnt ihr zum Beispiel auf der Seite #StandWithUkraine finden. Dort werden Informationen zu registrierten Demonstrationen gesammelt. Auch in lokalen Medien und Social Media werden Informationen veröffentlicht.

Spendet an Hilfsorganisationen

Am einfachsten und schnellsten könnt ihr den Menschen aus der Ukraine helfen, indem ihr Geld an Hilfsorganisationen spendet. Es gibt viele bundesweite und internationale, aber auch lokale Organisationen, die die Menschen aus der Ukraine unterstützen. Hier ist eine Auswahl:

Es gibt noch viele weitere Hilfsorganisationen, die die Menschen aus der Ukraine unterstützen. Eine Übersicht bietet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). In der Übersicht sind nur vom DZI geprüfte und somit vertrauenswürdige Hilfsorganisationen gelistet.

Auch Sachspenden können helfen

Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, Geld zu spenden, könnt ihr auch mit Sachspenden helfen. Habt ihr vielleicht einen Schlafsack bei euch rumliegen, den ihr seit dem letzten Camping-Trip vor fünf Jahren nicht mehr gebraucht habt? Oder eine Taschenlampe, die nur in einer Schublade rumliegt und nie genutzt wird? Die Mainzer Organisationen Mombach hilft, Mainz 05 hilft, Lichtblick, der Ukrainische Verein Mainz, Lionsclub und die Malteser Mainz sammeln gemeinsam Sachspenden. Es werden u.a. Taschenlampen, Batterien, aufgeladene Powerbanks, Zelte, Schlafsäcke, Decken, haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung gesucht. Eine vollständige Liste findet ihr auf der Webseite der Malteser Mainz. Dort findet ihr auch eine Liste von Dingen, die nicht angenommen werden können und die ihr somit nicht spenden sollt. Ihr könnt die Sachen im Haus der Kulturen, Wormser Straße 201, in Mainz-Weisenau abgeben. Die Spenden werden täglich von 14 bis 18 Uhr angenommen.

Außerdem könnt ihr Hygieneartikel für Frauen und Kinder, Stifte und Spielsachen bei Lichtblick, Alte Waggonfabrik, Gebäude 6319, Hauptstraße 17-19, 55120 Mainz spenden. Die Sachen werden täglich zwischen 8 und 14 Uhr angenommen.

Engagiert euch ehrenamtlich

Ihr könnt bei lokalen Hilfsorganisationen nachfragen, ob Hilfe benötigt wird.

Zurzeit suchen die Malteser Mainz Menschen, die Ukrainisch und Deutsch sprechen und bei der Kommunikation mit den ukrainischen Flüchtlingen helfen können. Ihr könnt euch per E-Mail an behrouz.asadi@malteser.org oder per Telefon unter 0171/2279232 bei Behrouz Asadi melden. Weitere Informationen findet ihr auch auf der Facebook-Seite des Ukrainischen Vereins Mainz, der mit den Maltesern Mainz zusammenarbeitet.

Außerdem suchen die Malteser Mainz Freiwillige, die diese Woche, vom 14. bis 18. März, bei der Sortierung der Sachspenden von 14 bis 17 Uhr helfen. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr euch unter der Telefonnummer 0171/2279232 melden.

Nehmt Geflüchtete auf, wenn ihr könnt

Wer zufällig ein freies Zimmer in der WG hat, kann es den Geflüchteten aus der Ukraine als Notunterkunft anbieten. Dazu kann man sich zum Beispiel auf der Webseite https://www.unterkunft-ukraine.de/ registrieren. Das Zimmer sollte für mindestens zwei Wochen zur Verfügung stehen.

Wer in Mainz wohnt, kann sich auch direkt bei der Stadt per E-Mail an fluechtlingskoordination@stadt.mainz.de melden. Wer in Wiesbaden lebt, kann eine E-Mail an hilfsangebote@wiesbaden.de schicken.

Informiert euch aus vertrauenswürdigen Quellen

In der aktuellen Situation ist es wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben. Oft werden aber auch Fake News in den sozialen Medien in Umlauf gebracht. Es ist deswegen wichtig, dass man sich nur aus vertrauenswürdigen Quellen informiert und weiß, wie man Fake News als solche identifizieren kann. Tipps, wie ihr Fake News erkennen könnt, findet ihr zum Beispiel beim BR und bei der Tagesschau.

Das Wichtigste ist: Teilt nichts, bevor ihr euch nicht hundertprozentig sicher seid, dass die Informationen tatsächlich wahr sind. Wenn ihr euch nicht sicher seid, teilt es lieber nicht. 

Und wie hilft die JGU Mainz?

Auch die JGU setzt sich für die Menschen in der Ukraine ein. Die JGU versucht in erster Linie die Menschen über die aktuelle Situation zu informieren. Zum Beispiel hielt Prof. Dr. Jan Kusber, ein Professor für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der JGU, am 8. März einen Online-Vortrag mit dem Titel Putins Krieg gegen die Ukraine, in dem er den Krieg historisch eingeordnet hat.

Außerdem hat die Uni auch eine Info-Seite eingerichtet, auf der sich ukrainische Studierende informieren können. Dort wird u.a. erklärt, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfe benötigen. Auch werden auf dieser Seite einige Möglichkeiten genannt, wie man als Student:in den Menschen aus der Ukraine helfen kann.

Auch die Universitätsmedizin setzt sich für die Menschen aus der Ukraine ein. Es sollen Medikamente im Wert von 50.000 Euro gespendet werden. Eine erste Lieferung ist bereits unterwegs. Außerdem behandelt die Universitätsmedizin ukrainische Flüchtlinge.

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