Wissenschaftlich erwiesen: So kommst du gestärkt durch die kalte Jahreszeit

17.12.2024
Campus-News, Studium
Mona Grans

Erkältete Kommiliton:innen, ausfallende Seminare und Kurse, und auch in der brechend vollen Bahn wird ununterbrochen geniest, gehustet und geschnäuzt. Wie können wir unseren Körper dabei unterstützen, möglichst gut durch die Wintersaison zu kommen?

Hier fassen wir die wichtigsten, wissenschaftlich erwiesenen Tipps bezüglich Ernährung zusammen.

 

Trinke genug und durchlüfte regelmäßig!

Gerade im Winter trocknen unsere Schleimhäute durch die warme Heizungsluft schnell aus. Dadurch können krankmachende Erreger weniger gut abtransportiert werden. Unsere Schleimhaut ist eine wichtige Immunbarriere, das heißt: Sie fängt einen großen Teil von Bakterien und Viren ab.

Tipp: Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie Mineral- und Trinkwasser können den Prozess der „Müllentsorgung“ besonders gut unterstützen und halten die Schleimhäute feucht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag.

Lasse frischen Sauerstoff in deine vier Wände!

Bei eingeschalteter Heizung solltest du mehrmals täglich für fünf Minuten stoßlüften, um frischen Sauerstoff hineinzulassen.

Mache dein zu Hause zu einer grünen Oase!

Zimmerpflanzen sind gut für dein Raumklima! Sie geben ca. 90% des Gießwassers als Luftfeuchtigkeit an ihre Umgebung ab und sind darüber hinaus an trüben, dunklen Tagen eine nette Gesellschaft.

Falls du keinen grünen Daumen hast, kannst du alternativ eine Schüssel mit abgekochtem Wasser auf den Heizkörper stellen oder ein feuchtes Geschirrtuch daran aufhängen.
 

Versuche, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten!

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) empfiehlt, fünf Portionen frisches Obst und Gemüse am Tag zu essen. Dabei gilt: möglichst bunt und am besten saisonal, um auch Gutes für unser Klima zu tun. Obst und Gemüse stecken voller wichtiger Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien.

Vollkornprodukte, mindestens einmal wöchentlich Nüsse sowie pflanzliche Öle sollten außerdem auf dem Speiseplan stehen.

Glückliche Darmbakterien – gutes Immunsystem

Enthaltene Ballaststoffe sind nicht nur durch ihre quellendende Funktion sättigend, sondern füttern unser Mikrobiom, unser Königreich an Darmbakterien, die einen essenziellen Bestandteil unseres Immunsystems ausmachen.

Tierische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Wurst und Eier kannst du zwar in geringen Mengen verzehren, die Basis einer gesunden Ernährung sind allerdings pflanzliche Lebensmittel. 

Du musst nicht zwangsläufig Vitamine supplementieren!

Über die Supplementierung bestimmter Vitamine und Spurenelemente kursieren viele Mythen. Der therapeutische Effekt von z. B. Zink auf eine Erkältung ist umstritten und bedarf weiterer Forschung. In bisherigen Studien wurden Proband:innen hohe Dosen verabreicht. Dies verkürzte zwar die Dauer typischer Erkältungssymptome wie Schnupfen, Hals- und Muskelschmerzen, hatte jedoch keinen Einfluss auf Fieber oder Kopfschmerzen.

Eine erhöhte Zufuhr an Vitaminen kann auch schädlich sein

Die in Studien verabreichten hohen Menge von bis zu 75mg Zink pro Tag (wobei der Tagesbedarf bei durchschnittlich 11mg liegt) werden als bedenklich angesehen. Hohe Konzentrationen an Vitaminen und Spurenelementen greifen in den Stoffwechsel ein und können so andere biochemische Prozesse stören. Der Körper erhält (in Ausnahme bestimmter Ernährungsweisen wie z. B. dem Veganismus) ausreichende Mengen an allem, was er benötigt, wenn wir uns, wie oben erwähnt, ausgewogen ernähren.
 

Unsere Redakteurin und Expertin zum Thema

Mona Grans hat 2019 ihren Master in Biologie an der JGU gemacht und promoviert am Institut für Immunologie der Universitätsmedizin Mainz. Dort forscht sie zum Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und dem Mikrobiom.

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