Wieso gibt es die neue StudiwerkMainz-App?

10.12.2025
Campus-News, Essen...
Rania Faress und Lili Rudert

Seit dem 15. September gibt es eine neue App für das Bezahlen in der Mensa und in den neuen Wohnheimen. Das Studierendenwerk erzählt hier, was die Vorteile und die Neuerungen sind.

“Was gibt es heute eigentlich in der Mensa?”, eine Frage, die sich jede:r Studierende schon einmal gestellt hat. Seit dem 15. September gibt es eine neue App dafür: Die StudiwerkMainz App. Sie bietet neben dem Bezahlen auch weitere neue Funktionen. Wir haben mit Eva Boes aus der Marketingabteilung und einem Mitarbeitenden der IT-Abteilung des Studierendenwerks gesprochen.

Gründe für die Erneuerung

Die alte App habe noch gut funktioniert und die Akzeptanz der Nutzenden sei ebenfalls gut gewesen. Allerdings lief die alte App noch auf dem Programmcode “Xamarin”, der von den App-Stores nicht mehr akzeptiert wird. Dadurch hätte die App dort nicht mehr angeboten werden können.

Die neue App wurde zwei Jahre lang programmiert. Geplant wurde die Aufsetzung schon lange und wegen Verzögerungen wurde die App erst jetzt, im Wintersemester 2025/26, veröffentlicht.

Nicht nur eine Bezahlapp

Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger bietet die StudiwerkMainz App auch Neuerungen, die in der alten so nicht hätten umgesetzt werden können, beispielsweise eine erhöhte Barrierefreiheit.
Sie soll außerdem nicht nur als reine “Bezahl-App” angesehen werden, sondern zukünftig auch andere Bereiche des Studierendenwerks abdecken, wie etwa das Mietportal für Wohnheimsbewohner:innen, die Kitas sowie die Studi-Events.
Über die App können Nutzer:innen bereits jetzt auf die jeweiligen Seiten weitergeleitet werden.
Ziel sei, mehrere Angebote in einer Anwendung zu bündeln, um den Studierenden einen zentralen Zugang zu ermöglichen.

Derzeit werde zum Beispiel daran gearbeitet, den Speiseplan direkt in der App anzuzeigen. Bisher erfolgt nach dem Anklicken auf den Button die Weiterleitung zur Website des Studierendenwerks. Auch im Bereich des Mietportals sind Änderungen geplant.

Erstmal keine weiteren Sprachen

Im Vergleich zur alten App hat sich einiges getan: Während dort nur Deutsch und Englisch verfügbar waren, werden in der StudiwerkMainz App nun zusätzlich Spanisch und Französisch angeboten. Vorerst bleibe es auch bei diesen vier Sprachen, denn die Umsetzung sei mit einem hohen zeitlichen und technischen Aufwand verbunden. In Zukunft könnten jedoch KI-gestützte Übersetzungen noch mehr Möglichkeiten bieten.

Zukünftige Neuerungen in Sicht

Neben dem Autoload über das SEPA-Lastschriftmandat soll es zukünftig weitere Zahlungsmöglichkeiten für App-Nutzende geben. Apple Pay und Google Pay sollen die Auflademöglichkeiten insbesondere für internationale Studierende vereinfachen.

Eine Einführung dieser weiteren Zahlungsmöglichkeiten bietet einen großen Vorteil für das Studierendenwerk. Momentan gibt es noch die Möglichkeit, mit Bargeld den Kontostand in der App aufzuladen. Allerdings stelle dieses Bargeld einen hohen Zeitaufwand und eine hohe Fehleranfälligkeit für das Studierendenwerk dar. Damit verbunden seien auch hohe Kosten.

Ebenfalls plane das Studierendenwerk eine automatische Auszahlung des Geldes in der App nach Kontoauflösung. Heute müssen sich Nutzer:innen noch an app@studierendenwerk-mainz.de wenden, um das Restgeld in der App zurückzuerhalten.

Kritik wurde aufgenommen

Da das Bezahlen über WLAN häufig zu Problemen führt, arbeitet das Studierendwerk an einer weiteren Übertragungsmöglichkeit. So soll zukünftig eine Zahlung auch ohne WLAN und mobile Datenverbindung möglich werden. Das erleichtert das Bezahlen vor allem in den Waschräumen in den Kellern der Wohnheime und in einigen Mensen der Universität und Hochschulen.

Wünsche

Das Studierendenwerk wünsche sich vor allem die Zufriedenheit seiner App-Nutzer:innen. “Feedback ist nie schlecht”, erzählen uns unsere Interviewpartner:innen.

Im Laufe der Einführung sei sowohl Lob als auch Kritik von Studierenden eingegangen. Darüber zeigt sich das Studierendenwerk erfreut, denn nur durch offenes Feedback kann die App langfristig verbessert werden. “Wenn es uns keiner sagt, können wir den Fehler nicht beheben. Deshalb war es unheimlich gut, das Feedback von Leuten zu hören”, betonte Boes.

Verbesserungsvorschläge oder Probleme können über die E-Mail app@studierendenwerk-mainz.de eingereicht werden.