Wie Tutor:innen Studierende an der JGU unterstützen

05.06.2026
Campus-News, Studium...
Susanne Metzler

Tutor:innen sollen Studierende beim Einstieg ins Studium unterstützen. Die ehemalige Soziologie-Tutorin Jennifer Pless berichtet von Verantwortung, Herausforderungen und ihren persönlichen Erfahrungen.

Der Einstieg ins Studium bringt für viele nicht nur Vorfreude, sondern auch Unsicherheiten mit sich. Stundenpläne, Prüfungsordnungen oder wissenschaftliches Arbeiten können gerade zu Beginn schnell überfordernd wirken. Unterstützung bieten dabei an der Johannes Gutenberg-Universität unter anderem Tutor:innen, die Studierende häufig in ihrer Studieneingangsphase begleiten.

Tutorien werden an der JGU in unterschiedlichen Fachbereichen angeboten und richten sich häufig an Studierende in den ersten Fachsemestern. Ziel ist es meist, eine grundlegende Orientierung im Studienalltag zu geben und Fragen rund um Organisation, Prüfungen, universitäre Abläufe oder wissenschaftliches Arbeiten studiumsbegleitend zu klären. Darüberhinaus gibt es auch Tutorien in höheren Fachsemestern, die bestimmte Themen im Studium vertiefend behandeln. 

Unterstützung beim Studienstart

Doch was bedeutet es eigentlich, selbst Tutor:in zu sein? Die ehemalige Soziologie-Tutorin Jennifer Pless berichtet im Gespräch mit Campus Mainz von ihren Erfahrungen und davon, warum sie die Arbeit weiterempfehlen würde.

Ursprünglich sei die Tätigkeit Teil ihres Masterstudiums gewesen, erklärt sie uns im Interview. Ziel sei es gewesen, praktische Lehr- und Lernerfahrungen zu sammeln. Dafür habe es im Vorfeld ein Didaktikseminar und eine begleitende Betreuung während des Semesters gegeben. Rückblickend beschreibt sie die Erfahrung als sehr bereichernd.

Für sie habe die Rolle als Tutor:in vor allem bedeutet, Ansprechpartnerin für Studierende zu sein und sie bei organisatorischen sowie inhaltlichen Fragen im Studium zu unterstützen. Gerade zu Beginn des Studiums könne eine vertraute Ansprechperson helfen, sich besser im universitären Alltag zurechtzufinden.

Zwischen Verantwortung und Nahbarkeit

Besonders wichtig sei dabei gewesen, eine Balance zwischen Nahbarkeit und Struktur zu schaffen. „Vermittelt Wissen auf Augenhöhe und schafft einen ‚Safe Space‘ für ein respektvolles Miteinander“, rät sie Studierenden, die selbst überlegen, Tutor:in zu werden.

Gleichzeitig habe die Tätigkeit auch Herausforderungen mit sich gebracht. Viele Studierende seien im Studienalltag stark ausgelastet, wodurch Tutorien teilweise in den Hintergrund geraten würden. Auch die Aufbereitung von Inhalten habe Fingerspitzengefühl erfordert: Informationen müssten kompakt, verständlich und praxisnah vermittelt werden.

Positiv in Erinnerung geblieben sei ihr jedoch vor allem das Feedback der Teilnehmenden am Ende des Semesters. Viele Studierende hätten sich dankbar für die Unterstützung und den Überblick über grundlegende Studientechniken gezeigt. Gerade die Umstellung von Schule auf Studium sei für viele am Anfang des Studiums ein wichtiges Thema gewesen.

Warum sich die Tätigkeit lohnt

Neben der Unterstützung anderer Studierender könne die Tätigkeit laut der ehemaligen Tutorin auch persönlich weiterhelfen. Tutor:innen sammeln Erfahrungen in der Lehre, stärken ihre Kommunikationsfähigkeiten und lernen, Gruppen zu begleiten sowie Wissen verständlich zu vermitteln.

Für Studierende, die überlegen, selbst Tutor:in zu werden, hat sie deshalb einen klaren Rat: Eigene Erfahrungen weitergeben, offen für Feedback bleiben und Räume schaffen, in denen Fragen ohne Hemmungen gestellt werden können. Denn viele Herausforderungen im Studium seien nicht individuell, sondern würden zahlreiche Studierende begleiten. Informationen zu Tutor:innen Programmen findet ihr bei den jeweiligen Fachbereichen oder bei der campusweiten Schreibwerkstatt.