Auf zwei Rädern von Paris nach Mainz – mit dieser Aktion wollten Philip Nierle und Sebastian Binz auf Social Media ein klares Zeichen setzen. Die beiden Studenten für Transnationalen Journalismus an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wollten damit auf die Einstellung ihres Studiengangs aufmerksam machen.
„Transnationaler Journalismus“ ist ein Partnerstudiengang zwischen der Universität Sorbonne und der Universität Mainz. Die Studierenden werden darin praxisorientiert auf Journalismus in mehreren Ländern vorbereitet. Sie wechseln jedes Semester zwischen den Universitäten in Frankreich und Deutschland, lernen dabei die zahlreichen Formen des Journalismus kennen und fokussieren sich besonders auf die deutsch-französischen Beziehungen.
Im kommenden Semester stellt die Universität Mainz den Studiengang Transnationaler Journalismus ein. „Der Impuls war zunächst, dass wir die beiden Studienstädte verbinden wollen. Es hat sich dann so ergeben, dass wir vor Weihnachten mitbekommen haben, dass der Studiengang eingestellt werden soll. Wir haben dann gedacht, dass wir das gut verknüpfen und nochmal den Finger in die Wunde legen können“, verdeutlicht Nierle.
In mehreren Videos thematisierten die beiden verschiedene Themen der europäischen Zusammenarbeit, von Schengen bis zum Mercosur-Abkommen. „Unser Ziel war nur, darauf aufmerksam zu machen, nicht etwas zu ändern“, erklärt Binz.
Die Johannes Gutenberg-Universität teilte auf Anfrage mit, dass trotz intensiver Bemühungen in den letzten drei Jahren die Finanzierung aus internen Mitteln und Drittmitteln nicht gesichert werden konnte. Man lege aber auch weiterhin Wert auf internationale Kooperationen mit mehreren Partnern. Mit der Universität Sorbonne bestehen weiterhin Kooperationen mit dem Deutschen Institut und dem Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft.
Wer ihre Reise nachträglich verfolgen will, findet ihre unter @bastibinz und @philipp_nierle und mehr Infos zum Master gibt es hier.