„Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewissen Leuten die Freiheit genommen wird, alles zu tun“. Dieser Satz des französischen Journalisten und Politikers Louis Terrenoire ist heute aktueller denn je. Wir leben in Zeiten, in denen die US-Regierung einzelne Journalist:innenen von Pressekonferenzen ausschließt. Zudem wurden in diesem Jahr bereits sechs Journalist:innenen getötet, 495 inhaftiert, 24 entführt und 140 als vermisst gemeldet.
Auch möchten wir von Campus Mainz den heutigen Tag nutzen, um den verfolgten, inhaftierten, verschwundenen und ermordeten Journalistinnen und Journalisten zu gedenken. Besonders in Krisengebieten riskieren sie täglich ihr Leben, um die Demokratie zu schützen.
Reporter ohne Grenzen benennen die weltweite Lage der Pressefreiheit als historischen Tiefstand. Die Rangliste der Pressefreiheit aus dem Vorjahr zeigt, dass in 90 von 180 Ländern die Situation bezüglich der Pressefreiheit als schwierig oder sehr ernst eingestuft wird
Die Mitglieder der Redaktion von Campus Mainz teilen ihre Gedanken, zum heutigen Tag der Pressefreiheit:
“Journalist:innen, die Gefahren trotzen, indem sie die Untaten der Welt aufdecken, sind die Kämpfer:innen unserer aller Freiheit. Daher möchte ich an dem heutigen Tag neben den vielen Menschen, die für uns oftmals ihr Leben aufs Spiel setzen, besonders den Krisen- und Kriegsreporten für ihre Arbeit danken. Ihre Berichte aus den vielen Teilen der Welt zeigen, wie fragil Freiheit eigentlich ist; und gerade deswegen von uns allen verteidigt werden muss.”
- Lili Rudert, Redakteurin und Koordinatorin der Kommunikation
“Pressefreiheit bedeutet für mich, keine Angst vor kritischen Fragen zu haben. Ein freier und unabhängiger Journalismus gibt uns die Chance, eine eigene, persönliche Meinung zu bilden. Gerade deshalb ist der Tag der Pressefreiheit so wichtig, denn weltweit gibt es noch immer viele Länder, in denen Menschen ihre Meinung nicht frei äußern können.”
- Tobias Bührer, Praktikant in der Redaktion
“Pressefreiheit macht für mich den Kern von Demokratie aus – nur durch sie können sich Bürger:innen unabhängig informieren.”
- Paula Jung, Chefredakteurin
“Pressefreiheit bedeutet für mich, unabhängig und frei handeln und berichten zu können. Sie gewährt einem Freiheiten, die leider nicht überall selbstverständlich sind und bringt gleichzeitig eine große Verantwortung mit sich. Als wichtige Grundlage unserer Demokratie ist diese Freiheit besonders schützenswert. “
- Margareta Etzelsberger, Praktikantin in der Redaktion
“Für mich bedeutet Pressefreiheit, die Möglichkeit einer freien Berichterstattung, der Austausch von verschiedenen Meinungen und die Aufrechterhaltung von Demokratie. Insbesondere im derzeitigen politischen Klima, sollte die Wichtigkeit und das Privileg der Pressefreiheit, das wir in Deutschland haben, nicht unterschätzt werden.”
- Denise Statnik, Praktikantin in der Redaktion und Kommunikation
Die Pressefreiheit ist als vierte Gewalt für ein demokratisches Miteinander und eine freie Meinungsbildung, insbesondere in aktuellen Krisenzeiten, unverzichtbar.”
- Susanne Metzler, Praktikantin in der Redaktion und Kommunikation
Für mich ist Pressefreiheit der aufrichtigste Versuch einer Demokratie, Ehrlichkeit zu beweisen. Scheitert jede andere Form der Gewaltenteilung, so ist unbeeinflusster Journalismus der einzige Weg, als Bürger eine eigene Meinung bilden zu können. Sie zu schützen, sollte in meinen Augen stets hohe Priorität in einer Demokratie haben.”
- Michael Jänsch, Ehrenamtlicher Mitarbeiter der Redaktion
“Pressefreiheit ist ein Recht, dass wir leider zu oft als selbstverständlich ansehen. Dennoch ist es wichtig die Pressefreiheit überall auf der Welt zu fördern und über Problemzonen aufzuklären. Mir liegt es am Herzen, dass die öffentliche Meinung in jedem Fall geschützt wird.”
- Mallak Ismail, Praktikantin in der Redaktion
“Meinungs- und Pressefreiheit spielen eine große Rolle in der Gesellschaft, da sie Transparenz schaffen und Missstände aufdecken, sowie eine freie und demokratische Gesellschaft sichern. Die jetzigen globalen Entwicklungen fordern mehr Meinungs- und Pressefreiheit, jedoch leiden Journalisten und Journalistinnen immer mehr unter Zensur, Druck und Gewalt.”
- Rania Farres, Praktikantin in der Redaktion
“Meinungsfreiheit ist für mich Individualität, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Diese drei Komponenten machen die Meinungsfreiheit zu einem sehr entscheidenden Puzzleteil unserer demokratischen Gesellschaft.”
- Chiara Kunze, Stellvertretende Chefredakteurin
“Wo die Presse eingeschränkt wird, naht der Zerfall der Demokratie. Es gibt genügend historische und zeitnahe Belege für die Abhängigkeit einer funktionierenden Demokratie, von einer gewährten Presse und Meinungsfreiheit. Meinungspluralität ist der Puls der Demokratie.”
- Tamara Jonientz, Stellvertretende Chefredakteurin
Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass die Pressefreiheit alle betrifft. Wenn Journalistinnen und Journalisten nicht mehr zu Pressekonferenzen zugelassen werden, weil sie zu kritische Fragen stellen, wenn sie Opfer von Gewalt und Angriffen werden, so sagt das viel über die Lage des Landes aus. Die Pressefreiheit betrifft alle, wenn sie angegriffen wird, ist dies auch ein Angriff auf die Demokratie. Nutzt die Pressefreiheit: informiert euch, stellt kritische Fragen und lasst euch nicht einschüchtern!
Denn: „die Presse muss weiterhin die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewissen Leuten die Freiheit genommen wird, alles zu tun“ - Louis Terrenoire.