Gerade zum Jahresende, wenn für die meisten Menschen ohnehin Stress und Termindruck zunehmen, wird das Pendeln nach und von Mainz ausgehend nicht einfacher – im Gegenteil. Die Situation im Zugverkehr verschärft die Belastung zusätzlich. Besonders auf der linksrheinischen Bahnstrecke Richtung Ingelheim ist man zurzeit deutlich länger unterwegs. Streckenerneuerungen und Schienenersatzverkehr bestimmen den Alltag, verbunden mit der Hoffnung, dass nach den Bauarbeiten wenigstens ein zuverlässiger Betrieb und zu Stoßzeiten weniger (über)volle Züge folgen.
Doch auch in Richtung Wiesbaden sieht es kaum besser aus: Verspätungen und Ausfälle der Züge und der Schienenersatzverkehr gehören inzwischen zur Tagesordnung. Wer dann noch auf weitere Verbindungen angewiesen ist, braucht vor allem eines – starke Nerven. So stellt sich zunehmend die Frage, ob das tägliche Pendeln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unter diesen Bedingungen für Studierende und Pendler:innen überhaupt noch zumutbar ist. Ein langfristig funktionierender Betrieb ist jedenfalls wünschenswert.