Die Vegane Fleischerei, ein Franchise, das 2023 in Dresden startete, hat nun auch einen Standort in Mainz. Zentral am Gutenbergplatz, schräg gegenüber dem Staatstheater, findet ihr das neu eröffnete Geschäft.
Ich war für euch bei der Eröffnung und habe mir die Vegane Fleischerei angeschaut. Da die Eröffnung bereits seit März in den sozialen Medien beworben wurde, war der Andrang vor dem kleinen Geschäft sehr groß. Fast anderthalb Stunden habe ich gewartet, bis ich endlich einen Blick ins Innere werfen konnte.
Unter dem Motto „Friends Not Food“ werden in der Veganen Fleischerei ausschließlich vegane Alternativen zu den Produkten angeboten, die man sonst beim Metzger oder in der Fleischtheke des Supermarkts findet. Hergestellt werden die Produkte in Dresden. Ihr könnt Ware kaufen, die ihr zu Hause selbst zubereitet, wie zum Beispiel vegane Bratwurst oder veganen Speck.
Für eine Packung vegane Bratwürste (320 Gramm) zahlt ihr etwa 7 €, die Aufschnitte und Salamis kosten zwischen 2,60 € und 3 € je 100 Gramm. Fertiggerichte und Saucen aus dem Glas sind ebenfalls im Angebot und befinden sich preislich zwischen 5 und 10 €. Es gibt auch eine heiße Theke, die vegane Schnitzel- oder Frikadellenbrötchen, vegane Currywurst und vieles mehr zum direkten Verzehr anbietet. Preislich bewegen sich die Waren der heißen Theke zwischen 4,50 € und 6 €. Wer den Aufschnitt oder den veganen Käse vorab probieren möchte, kann einfach an der Theke nachfragen.
Bei der Eröffnung hatte ich die Chance, ein paar Waren direkt zu probieren. So konnte ich zum Beispiel die vegane Fleischwurst und die Currywurst mit Brötchen testen. Beide Produkte konnten geschmacklich überzeugen, wobei die vegane Fleischwurst noch etwas näher an das Original herankam. Mein persönlicher Favorit war das vegane Frikadellenbrötchen für 6 €. Die “Keine Boulette” auf Erbsenproteinbasis ist bissfest, gut gewürzt und hat auf jeden Fall das Potenzial, ein guter “Nach-der-Uni-Snack” zu werden.
Die von mir getestete Käsealternative schmeckt zwar ebenfalls gut, ist aber dennoch von einem “echten” Camembert zu unterscheiden.
Ich habe bei der Eröffnung der Veganen Fleischerei mit der Inhaberin der Mainzer Filiale gesprochen. Julia Rubin, die selbst gebürtige Mainzerin ist und die Filiale gemeinsam mit ihrem Mann Christian leitet, ist nach eigener Aussage momentan besonders stolz auf den veganen Spundekäs, der speziell für die Eröffnung der Mainzer Filiale konzipiert wurde und wohl bald seinen Weg in das dauerhafte Sortiment findet.
Von dem Konzept einer Veganen Fleischerei waren Julia und Christian seit der Eröffnung der Kölner Filiale begeistert und haben es sich direkt zum Ziel gemacht, das Franchise auch nach Mainz zu holen.
Um Besucher:innen des Marktfrühstücks anzusprechen, das in Mainz sehr bekannt ist, soll in Zukunft die vegane Fleischwurst auch im typischen Ring angeboten werden.
Nach dem Erfolg der Eröffnung, bei der über 1.000 belegte Brötchen verkauft worden seien, rechnet die Vegane Fleischerei Mainz mit dauerhafter Kundschaft. Tatsächlich besuchen nicht nur Studis die Vegane Fleischerei. “Wir haben auch viele ältere Kunden, die einfach neugierig sind oder aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch verzichten wollen”, erzählt Julia Rubin. Die Vegane Fleischerei soll für alle Menschen als Einladung dienen, die vegane Ernährung auszuprobieren.