Muschelkritik | Logan

13.11.2017
Freizeit
lcu

Endlich bluten die Klingen, doch der Rest ist viel mexikanischer Staub um Nichts.

Wolverine ist tot, lang lebe Wolverine! Nach diesem Motto operiert das Helden-Riesenrad des vorerst letzten X-Men-Ablegers und dreht sich noch einmal 138 Minuten lang, um am Ende nicht weniger als eine neue Mutanten-Generation anzudeuten.

Dass James Mangold mit dem dritten Einzelgänger-Film den besten dieser Reihe inszeniert hat, liegt mehr an der selbst bei hart eingesessenen Fans eingestandenen miserablen Qualität der Vorgängerfilme und weniger an Logan. Der Film ist reines Fan-Bonbon und präsentiert sich apokalyptisch und beinahe blutrünstig, kann damit aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ende der Jackman-Ära nach einem solch langen Weg (neun Filme!) gar keine narrative Puste mehr haben kann.

Stattdessen springen und kämpfen die Mutanten schon so lange über die Leinwände, dass in ihren diegetischen Welten nun bereits Comics über sie geschrieben werden. Die Verfilmungen überdauern also nun ihre ehemalige Vorlage, indem sie sie wieder zum Ausgangspunkt ihrer Geschichten machen. Ein Geniestreich jener, die endlos Kinotickets verkaufen wollen.

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