Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Frachtschiff, das verschiedene deutsche Städte anläuft und alle Interessierten dazu einlädt, einen Blick ins Innere zu werfen. Im Bauch des Schiffes befinden sich verschiedene Exponate und Mitmachstationen zu einem gesellschaftlich relevanten Thema, das jährlich wechselt. In den letzten Jahren standen zum Beispiel die Themen Freiheit oder Zukunftsenergie im Fokus, 2026 geht es um die Medizin der Zukunft. Es werden täglich Führungen angeboten, die zwischen 30 und 45 Minuten dauern.
Die MS Wissenschaft ist Teil des Wissenschaftsjahres, welches vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ausgerichtet und finanziert wird. Die Wissenschaftsjahre sollen die Begeisterung für Forschung und Wissenschaft wecken und auf wichtige Themen aufmerksam machen.
Anfang September wird das Schiff dann in Aschaffenburg, Miltenberg und Würzburg verweilen. Genauere Informationen zur 2026 Tour findet ihr auf der Website der MS Wissenschaft.
An etwa 30 verschiedenen Stationen könnt ihr etwas über die Medizin der Zukunft lernen. Spannende Fragen wie„Wie beeinflusst dein Lebensstil dein Immunsystem?“, „Warum brauchen wir geschlechtersensible Medizin?“ oder „Was hat KI in der Chirurgie zu suchen?“ nehmen euch mit auf eine wissenschaftliche Reise. Vor Ort könnt ihr euch jederzeit an die Mitarbeiter:innen wenden, die euch mehr zu den Stationen erzählen. Wir waren zudem beim Sonderevent „Meet the Scientist“ und hatten die Gelegenheit mit Marcel Wilhelm, Hannah Jahn-Kelleter und Shrikrishnan Sankaran über ihre derzeitigen Projekte zu sprechen. Dabei haben wir zum Beispiel mehr über den Placeboeffekt gelernt und erfahren, welche Rolle er in der Medizin spielt. Ein besonderes Highlight ist die Mitmachstation 6, „Vom Erdboden in die Apotheke – Antibiotika aus Bodenbakterien“. An dieser Station könnt ihr ein Bodenprobenset gewinnen, mit dem ihr bei euch zu Hause Bodenproben sammeln und diese an ein Labor schicken könnt, wo sie analysiert werden. Die Proben werden in Saarbrücken auf Naturstoffe und Bakterien untersucht, die bei der Entwicklung neuer Medikamente hilfreich sein könnten.
Die Exponattexte, die euch zusätzlich durch die Ausstellung führen, sind auf Deutsch, Englisch, Polnisch und in einfacher Sprache verfügbar. Das Schiff ist barrierefrei, allerdings ist die Rampe, über die ihr das Schiff betreten könnt, je nach Wasserpegel etwas steil. Das Personal vor Ort ist euch aber behilflich. Das Schiff verfügt außerdem über einen Treppenlift und eine barrierefreie Toilette. Es gibt eine Garderobe, an der ihr eure Jacken und Taschen ablegen könnt und ein kleines Bistro, das für Snacks und Getränke sorgt. Hunde und andere Haustiere sind leider nicht gestattet (mit Ausnahme von Assistenztieren).