"Mainz Makaber": Sarah Beicht zeigt die düstere Seite der Stadt

28.10.2025
Campus-News, Freizeit
Susanne Metzler

In ihrem neuen Buch "Mainz Makaber" führt Sarah Beicht durch die Schattenseiten ihrer Heimatstadt. Ein Gespräch über geheimnisvolle Geschichten und die Chance, Mainz von einer anderen Seite zu entdecken.

Die dunklen Seiten von Mainz begegnen uns oft ganz unbewusst im Alltag. Wie oft seid ihr schon mit einer Weinschorle über den Leichhof am Dom gelaufen, ohne euch zu fragen, woher dieser schaurige Name eigentlich kommt? In Mainz Makaber beantwortet Autorin Sarah Beicht  genau diese Fragen und führt durch die düsteren Seiten ihrer Heimatstadt.

Zwischen spannenden Spuk- und Hexengeschichten, einem Mord in der Altstadt und den Geheimnissen alter Mainzer Grabstätten entsteht ein spannender Blick auf das Mainz, das viele von uns bestimmt noch nicht kennen. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann über unseren Instagram-Kanal in den nächsten Tagen ein Exemplar gewinnen.

"Ich dachte, ich kenne Mainz, aber beim Recherchieren habe ich unglaublich viel Neues erfahren", verrät Beicht im Gespräch mit Campus Mainz. Für alle, die nicht nur Lust auf die idyllischsten Mainzer Ecken, Fastnacht und Wein haben, ist das Buch genau das Richtige. Es ist kein klassischer Stadtführer, sondern verbindet Geschichte, Humor und Gänsehautmomente auf besonders mitreißende Weise.

Der Reiz des Düsteren

"Die düsteren Stadtgeschichten interessieren mich überall, wo ich hingehe", erklärt die Autorin. "Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich ja Autorin bin und selbst das Buch schreiben kann, was ich gerne hätte."

Das Buch verbindet makabre Geschichten mit Humor und bereitet dabei historische Themen aktuell auf. "Der Ton war die Herausforderung des Buches", sagt Beicht, "Es sind düstere, makabre und auch True-Crime Themen, die wahrlich nicht vergnüglich und auch noch gar nicht so lange her sind. Es war deswegen vor allem wichtig den richtigen Ton zu treffen. Man darf schmunzeln, es sind lustige Kapitel dabei, aber es schwingt auch eine ernste Komponente mit."

Eine der True-Crime Geschichten führt sogar direkt auf den Uni Campus. Während viele Studierende heute an Vorlesungen, lange Nächte in der Bib oder an Partys denken, war der Campus in den 1970er-Jahren für eine kurze Zeit auch ein Ort der Angst. Nur wenige wissen, dass damals ein Mörder dort sein Unwesen trieb und schreckliche Verbrechen begangen hat. Ob er nach langer Suche erfolgreich gefasst werden konnte, könnt ihr im Buch von Sarah Beicht erfahren.

Mainz neu entdecken

Das Buch funktioniert auch als spezieller Stadtführer für alle, die Mainz neu oder überhaupt kennenlernen möchten. "Es sind zwar viele Insider und lokale Geschichten im Buch, aber alles ist erklärt und es gibt im Buch auch Stadtpläne. Man kann das Buch also einfach in die Hand nehmen und sich durch die Orte leiten lassen", sagt die Autorin.

Für Studierende und junge Mainzer:innen bietet Mainz Makaber besonders interessante Perspektiven. Das Buch ist aus einer jungen Sicht geschrieben und ist kein verstaubtes Geschichtsbuch. "Viele junge Menschen interessieren sich für True-Crime Geschichten und das Buch spricht genau dieses Publikum an", verrät Sarah Beicht.

Wer sich also für geheimnisvolle Geschichten interessiert und True-Crime direkt vor Ort entdecken möchte, sollte unbedingt einen Blick in das Buch von Sarah Beicht werfen.

Orte mit besonderer Bedeutung

Auf die Frage nach besonders spannenden Orten in Mainz nennt die Autorin den Hauptfriedhof in Uni-Nähe: "Es ist ein super schöner und ruhiger Ort und vor allem im Herbst besonders magisch. Wenige wissen, dass er Vorbild für den bekannten Pariser Friedhof Père-Lachaise war und damit ein krasses Stück Geschichte."

Die Autorin gibt auch Empfehlungen für alle, die Lust auf Kultur, Literatur oder spannenden Grusel in Mainz haben. "Die Leselampe in der Dorett ist super, das Ambiente ist schummrig und passt im Herbst besonders gut. Es gibt auch andere spannende junge Lesebühnen wie das Altstadt, Neustadt oder Hafengeflüster."

Ein außergewöhnlicher Tipp, der für viele vielleicht etwas abschreckend wirkt, aber sich laut Sarah Beicht wirklich lohnt, ist eine Friedhofsführung. Ganz egal, ob über den Hauptfriedhof oder den Jüdischen Friedhof. "Dort kann man auf spannende und unterhaltsame Weise sehr viel lernen", empfiehlt die Autorin.

Verlosung

Neugierig auf das Buch geworden? Ihr könnt in den nächsten Tagen zwei Exemplare von Mainz Makaber über unseren Instagram Kanal gewinnen. Eins davon ist sogar signiert. Schaut also unbedingt vorbei!