Mainz feierte die Nacht der Bibliotheken

09.04.2025
Campus-News, Freizeit
Maia Schmidts

Die Nacht der Bibliotheken hat dieses Jahr am vierten April zum ersten Mal bundesweit stattgefunden. Besucher:innen konnten unter anderem das Archiv im Keller der JGU sehen. Was es noch zu entdecken gab, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.” öffneten in Mainz verschiedene Bibliotheken ihre Türen, unter anderem die Universitätsbibliothek, die Patientenbücherei an der Universitätsmedizin, die Wissenschaftliche Stadtbibliothek und die Öffentliche Bücherei Anna-Seghers. Neben Inspiration für neuen Lesestoff, wurde Besucher:innen ein vielfältiges Programm geboten.

Spiele, Buchtipps und mehr in der Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek veranstaltete einen Spieleabend, bei dem ein Bibliotheks-Monopoly gespielt werden konnte, einen Paartanzkurs und stellte mehrere Tische mit Buchempfehlungen aus. Auch konnten Besucher:innen durch das Landesportal Kreuz Rad Löwe - Kulturerbe Rheinlandpfalz stöbern. Das Portal bietet Zugang zu digitalisierten Kulturschätzen aus vielen rheinland-pfälzischen Museen.

Außerdem gaben Bibliotheks- und Archivmitarbeitende Führungen durch die Bibliothek der Frankreichforschung, die USA-Bibliothek, das Archiv der Musik Afrikas und das Archiv der Universität.

Gruselpotential bei der Taschenlampenführung durch das Archiv

Besonders großen Andrang erfuhr die Taschenlampenführung durch das Archiv der JGU. Das Archiv befindet sich im Keller unterhalb der Zentralbibliothek und ist normalerweise nur für Mitarbeitende zugänglich. Im Gegensatz zu einer Bibliothek, in der Sekundärliteratur zu finden ist, also veröffentlichte Literatur, werden in einem Archiv direkte Quellen aufbewahrt, welche nicht zur Veröffentlichung bestimmt sind. Im Falle der Universität sind das Akten, in denen Verwaltungsvorgänge der Universität dokumentiert werden, so auch Studierendenakten. Aber auch Plakate, Flugblätter und Fotos werden im Archivmagazin gesammelt.

Besonders viel Aufmerksamkeit erregte eine aufbewahrte Klopapierrolle, die mit der Aufschrift „Johannes Gutenberg-Universität” bedruckt ist.  Diese sei ein Werbegeschenk von dem wohlhabenden Hans Klenk gewesen, der eine Fabrik für Toilettenpapier besessen hat, erklärten die Mitarbeitenden.

Die Totenmaske des Dichters Clemens Brentano und eine mumifizierte Fledermaus sorgten für Gruselpotential. Die Mitarbeitenden erklärten, dass die Fledermaus dem Mainzer Professor für Romanistik und Literaturwissenschaft Kurt Ringger im Rahmen einer Briefkorrespondenz zugesendet wurde, nachdem er einen Vortrag über Vampire gehalten hatte.

Literarische Cocktails in der Öffentlichen Bücherei Anna-Seghers

Auch in der Öffentlichen Bücherei Anna-Seghers konnten Besucher:innen einen abwechslungsreichen Abend verbringen. Lichterketten, Musik und Cocktails auf Spendenbasis sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Im Laufe des Abends konnten Besucher:innen durch Buchempfehlungen stöbern, einander kennenlernen beim Speed-Dating mit Buch, an einem Swing-Tanzkurs teilnehmen oder beim Bib Quiz auf Preise hoffen. Die Cocktails, Buchempfehlungen und Aktivitäten kamen gut an und es herrschte eine ausgelassene Stimmung.