Kaputt ist erst der Anfang – Wie ihr günstig Gegenstände reparieren und ausleihen könnt

15.09.2026
Campus-News, Freizeit
Margareta Etzelsberger

Für Studierende mit begrenztem Budget kann ein kaputter Computer, ein platter Fahrradreifen oder eine zerrissene Jeans schnell zu einem größeren Problem werden. Glücklicherweise gibt es in Mainz verschiedene Möglichkeiten, kaputte Gegenstände reparieren zu lassen oder günstig neue auszuleihen. In diesem Artikel stellen wir euch ein paar dieser Optionen vor.

 

Das Mainzer Repair Café

Einmal im Monat habt ihr die Chance, das Mainzer Repair Café zu besuchen, das unter dem Motto „Weniger Ressourcen, mehr Zukunft“ steht. Zu den kostenlosen Angeboten gehören die Reparatur elektronischer Geräte, ein Kleidertausch, eine Holz-, Uhren- und Computerwerkstatt sowie eine Nähstation. Somit setzt sich das Repair Café seit 2013 für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und ein besseres soziales Miteinander ein und konnte schon über tausend Gegenstände aller Art reparieren. Jegliche Reparaturtermine können ohne vorherige Anmeldung wahrgenommen werden, je nach Andrang kann es jedoch zu Wartezeiten kommen. Grundsätzlich werden die Aktivitäten des Repair Cafés kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis durchgeführt, lediglich durch das Bestellen neuer Materialien oder Ersatzteile kann es zu Kosten kommen. Die genauen Daten, an denen das Repair Café seine Türen öffnet, findet ihr auf der Website.

Offene Werkstatt

Die Offene Werkstatt ist ein Ort, an dem jede:r die Möglichkeit haben soll, Möbel zu bauen, elektronische Geräte zu reparieren oder Kleidung zu nähen. Seit Oktober 2023 könnt ihr in der Boppstraße 42 werkeln. Wer größere Projekte umsetzen und die Werkstatt regelmäßig nutzen möchte, muss Mitglied sein, wer die Räumlichkeiten allerdings nur für einen kurzen Zeitraum nutzen möchte, kann sich einfach per Mail anmelden. Da der Verein von ehrenamtlichen Mitgliedern organisiert wird, kann es eine Weile dauern, bis ein Termin frei ist. Für das Arbeiten in der Werkstatt ist kein Vorwissen erforderlich. Jeden Mittwoch um 19 Uhr bietet die Offene Werkstatt ein Kennenlerntreffen für Interessierte an. Mehr Informationen zu Terminen, der Mitgliedschaft und zukünftigen Projekten findet ihr auf der Website der Offenen Werkstatt.

Mietzy – die neue Mainzer Sharing-Community

„Brauche ich das wirklich?“ Diese Frage stellt sich Salim, Mitgründer der Plattform Mietzy, regelmäßig vor dem Kauf neuer Produkte. Lautet die Antwort nein, müsst ihr dank Mietzy trotzdem nicht verzichten.

Die Plattform Mietzy wurde von Benedikt, Salim und Samuel in Mainz entwickelt und existiert seit Ende 2025. Die Idee dahinter ist simpel: Man mietet und vermietet Gegenstände, die man nicht oft genug verwendet, um sie neu zu kaufen. Dieser Einfall kam den Gründungsmitgliedern Salim und Benedikt, da sie selbst wiederholt gemerkt haben, wie viele Menschen in ihrem Umfeld Gegenstände für den einmaligen Gebrauch kaufen mussten, die danach nur Platz wegnahmen. 

„Daraus entstand die Idee, genau die Leute, die etwas nutzen möchten und die Leute, die etwas bereits rumliegen haben, in einer sicheren digitalen Community zusammenzubringen“, erklärt Salim, Mitgründer von Mietzy. 

Auf der Website von Mietzy könnt ihr durch verschiedene Kategorien stöbern und beispielsweise nach Werkzeugen, Küchengeräten oder Zubehör für den Garten suchen. Auch Gesellschaftsspiele oder Spielkonsolen werden vermietet. Die Preise sind an sich überschaubar, es lohnt sich aber, gezielt nach günstigeren Optionen zu filtern. Einen Akkuschrauber könnt ihr beispielsweise schon ab 3 € pro Tag ausleihen, diese werden aber auch für 30 € pro Ausleihe angeboten. Zudem könnt ihr auch eure eigenen Gegenstände auf Mietzy verleihen und euch ein bisschen Geld dazuverdienen. Die Bezahlung funktioniert sowohl bar als auch mit der Karte. Je nach Situation kann es sein, dass ihr die gemieteten Gegenstände selbst abholen müsst, manchmal ist aber auch ein Versand möglich. 

Derzeit könnt ihr Mietzy am einfachsten in Aschaffenburg, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Selingenstadt nutzen, in Zukunft sollen allerdings immer mehr Sharing-Communities entstehen. Bisher ist das Feedback der Nutzer:innen laut Salim sehr positiv ausgefallen; viele würden sich über die vielseitigen Angebote und die erfolgreichen Ausleihen sehr freuen.