Die Bambus-Mensa als Konzept der vegan/vegetarischen Mensa auf dem Campus ist definitiv lobenswert und erleichtert das Leben aller Veganer:in, Vegetarier:in, Muslim:in und Jud:in auf dem Campus. Dennoch ist meiner Meinung nach viel Luft nach oben, was die Qualität des Essens und die Atmosphäre betrifft.
Durch das Versprechen veganer/vegetarischer Speisen, finden sich daher oft zufällig zusammengewürfelt erscheinende Lebensmittel-Kombinationen. Gerichte wie „Pikante Sesamnudeln mit asiatischem Pfannengemüse mit Erdnusssauce“ oder „Marokkanischer Quinoa One Pot“ haben nichts mit Asien oder Marokko gemeinsam. Abgesehen davon ist das Essen für meinen Geschmack häufig untergewürzt und fade. Gemüse, Protein und Kohlenhydrate finden sich jedoch in jedem Gericht wieder. Man kann also nicht von nährstoffarmen Essen sprechen, trotzdem schmeckt es mir häufig nicht.
Das Prinzip des 15 Uhr-Pots sorgt dennoch für Abwechslung. Der Gnocchi-Pot beispielsweise ist lecker. Die Salatbar ist immer frisch und ausgewogen. Die Mensa könnte gerne mehr Nudelsalate anbieten, da diese immer besonders gut sind. Auch die frisch frittierten Pommes sind ein großer Erfolg und beliebt bei allen Studis. Eine Auswahl aus süßen Backwaren, Snacks, Getränken, Obst und belegten Brötchen werden auch reichlich und vielfältig angeboten. Aber Achtung! Manchmal erwischt man ein altes und demnach hartes Brötchen vom Vortag.
Eines muss man den Damen an der Mensa-Theke lassen, sie wiegen genau die vorgegebene Menge des Gerichts – aber nur beim ersten Teller, der Rest scheint wie Augenmaß. Es lässt sich beobachten, dass Portionen oftmals ungleichmäßig für denselben Preis vergeben werden. Abgesehen von der Qualität des Essens, kommt ein:e Student:in vermutlich auf 20 Euro die Woche für Portionen, die meist nicht sättigend sind. Deswegen bin ich persönlich ein Fan des Pots um 15 Uhr. Die Portionen sind groß und sättigend. Wer gerne Salat mag, zahlt dementsprechend auch mehr, da er meist teurer ausfällt als das Hauptgericht.
Zwar gibt es keine Gedrängel bei der Schlange, trotzdem reicht diese oft bis zu den Treppen. Durch diese extreme Überfüllung und Überlastung der Kapazitäten der Mensa ist der Geräuschpegel dementsprechend häufig sehr hoch. Selbst während den Lehrveranstaltungszeiten ist es schwer vor 16 Uhr einen Platz zu finden oder angenehm essen zu können.
Trotz der Mengen an Student:innen, die ihre Zeit gerne in der Bambus-Mensa verbringen, verläuft alles von der Essensvergabe bis zur Kasse reibungslos und schnell. Sauberkeit ist auch stets vorhanden.