JOGU-StINe wird abgeschafft – Was ändert sich?

22.01.2026
Campus-News, Studium
Lili Rudert

Im November 2025 hat die JGU angekündigt, dass JOGU-StINe in den nächsten fünf Jahren von einem neuen System abgelöst wird. Doch was bedeutet das genau für die Studierenden?

Das Studieninformationsnetz der JGU, abgekürzt JOGU-StINe, wird in den kommenden Jahren schrittweise durch das neue System HISinOne (Hochschul-Informations-System in One) ersetzt. Das Projekt ist eingeteilt in zwei Phasen und ist bereits im vollen Gang.

HISinOne statt JOGU-StINe

Grundsätzlich müssen sich die Studierenden der JGU in den nächsten vier Jahren darauf einstellen, sich von der Studien- und Prüfungsverwaltungssoftware JOGU-StINe zu verabschieden. Stattdessen werden die Studierenden nach und nach auf HISinOne umsteigen, bis sie voraussichtlich ab Ende 2030 ausschließlich das neue System der HIS eG nutzen. Neben der JGU betrifft das auch die Studierenden der Mainzer Kunsthochschule und die Hochschule für Musik.

Projekt aufgeteilt in zwei Phasen

Schon im Oktober 2024 hat das Einführungsprojekt HISinOne begonnen. Insgesamt ist es auf fünf Jahre angelegt und gliedert sich in zwei Phasen. In Phase 1 (Oktober 2024 bis März 2027) wird der Bewerbungs- und Zulassungsbereich mit der Studienplatzvergabe sowie die Studierendenadministration und die Doktorandenverwaltung auf HISinOne umgezogen. So müssen beispielsweise die Bewerbenden für das Sommersemester 2027 das neue System nutzen.
Studiengang-, Prüfungs- und Lehrveranstaltungsmanagement sollen in Phase 2 (März 2027 bis Dezember 2030) folgen. Erst nach Projektabschluss Ende 2030 würden dann alle Funktionalitäten und die entsprechenden Daten ausschließlich im neuen HISinOne-System verfügbar sein.

Was heißt „HISinOne“ und wer ist die HIS eG?

Das Präsidium der JGU habe im Juni 2024 beschlossen, JOGU-StINe abzulösen und stattdessen das HISinOne-System der HIS eG einzuführen. Seit 2014 ist die „Hochschul-Informations-System eG“ (HIS eG) eine eingetragene Genossenschaft, was es ihren mehr als 200 universitären Mitgliedern ermögliche, an der Strategie und Geschäftspolitik der HIS eG mitzuwirken. Der sonderbar klingende Name HISinOne steht also für „Hochschul-Informations-System in One“, wobei „inOne“ die Integration aller Bereiche (Campus, Personal und Studierende) in einem einzigen System betont.

Warum sind JOGU-StINe und HISinOne so wichtig?

JOGU-StINe und HISinOne sind sogenannte Campus-Management-Systeme (CMS). Sie zielen darauf ab, Studierende bei der Organisation und Verwaltung ihres Studiums zu unterstützen. Beispielsweise benutzen alle Studieninteressierte ein CMS für Bewerbungen um Studienplätze, während eingeschriebene Studierende es für Lehrveranstaltungs- und Prüfungsanmeldungen benötigen. Für Professor:innen und wissenschaftliche Mitarbeitende ist es umgekehrt für das Veröffentlichen von Lehrveranstaltungen und Prüfungen und ihren Ergebnissen erforderlich. Das CMS wird ebenfalls benötigt, um administrative Vorgänge wie z.B. die Immatrikulation und die Ausstellungen von Abschlusszeugnissen zu bearbeiten.

Was bietet HISinOne im Gegensatz zu JOGU-StINe?

Der Open-Source-Ansatz des HISinOne-Systems biete eine unabhängige und zukunftssichere Basis, die stetig ausgebessert und vergrößert werden könne. Das System basiere auf einem quelloffenen Code und es werde ebenfalls auf freie Bibliotheken von Drittanbietern, z.B. Apache oder Google, zurückgegriffen. Da das CMS über das Internet und über jedes Gerät benutzt werden könne, sei eine zusätzliche App aktuell nicht geplant. Zudem soll Barrierefreiheit gewährt werden, wofür unter externer Begleitung regelmäßig Tests stattfinden würden.

Gehostet wird das neue CMS von der JGU selbst, wobei das Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) alle administrativen Aufgaben übernimmt. Abläufe und Design seien dadurch individuell nach den Bedürfnissen der JGU einrichtbar. Momentan kann das Team des Einführungsprojekts allerdings noch keinen Einblick in das Design von HISinOne der JGU geben, da es noch nicht fertig konfiguriert sei. Interessierte können sich aber ein Beispiel an den CMS der rheinland-pfälzischen Hochschulen sowie der Universitäten Kaiserslautern, Koblenz und Trier nehmen.

Mehr Informationen sind auf der offiziellen Webseite des Projekts zu finden.