Mitten in der letzten Hitzewelle war die GFG-Bibliothek so überfüllt, dass nicht alle einen Platz bekommen haben. Sie ist einer der wenigen Orte auf dem Campus, der klimatisiert ist. In anderen Bereichen, zum Beispiel im Philosophicum, waren hingegen noch Plätze frei. Einige Studierende saßen in der Hitzezeit auch im Keller des Philosophicums, weil es dort deutlich kühler ist. Allerdings ist dieser Bereich aus Brandschutzgründen nun nicht mehr als Aufenthaltsort zugelassen. Andere Bibliotheken wie die Bereichsbibliothek der Buchwissenschaft sind aufgrund der Erhitzung auch Tage nach der Hitzewelle unbenutzt vorzufinden.
Die Universität teilt mit, dass eine flächendeckende Klimatisierung von Hörsälen und Seminarräumen auf dem Gutenberg-Campus nicht gegeben sei. Dennoch lassen sich einzelne klimatisierte Räume und Bibliotheksbereiche mit Arbeitsflächen in Gebäuden wie dem Schulz-Horner-Gebäude, dem Georg Foster-Gebäude, im Philosophicum, im Haus Recht und Wirtschaft II, am Kisselberg sowie im Stiftungshaus finden. Auch wurden Bemühungen um neue Schattenplätze in Außenbereichen genannt.
Abgesehen von den Empfehlungen ausreichend zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, wird auch dazu geraten körperliche Belastung weitestgehend zu reduzieren. Es empfiehlt sich, anstrengende Aktivitäten in die frühen Morgenstunden oder in die späten Abendstunden zu verlagern.
Im Sportbereich soll laut Pressestelle der Uni ein Wasserspender als Pilotprojekt installiert werden. Nach anschließender Auswertung würden weitere Standorte in Betracht gezogen. Auch weitere Bauvorhaben und Maßnahmen zur Klimaanpassung seien eingeplant. Genaue Maßnahmen für das Überstehen zukünftiger Hitzewellen nennt die Universität jedoch noch nicht.