Das Studentische Gesundheitsmanagement (SGM) "Healthy Campus Mainz – Gesund Studieren" hat seinen Neustart bereits Mitte April auf Instagram angekündigt. Die Organisation zielt darauf ab, gesundheitsfördernde Strukturen an Hochschulen zu entwickeln. Dabei fokussiert sie sich auf die Förderung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und des Erfolgs von Studierenden.
Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen werden Maßnahmen entwickelt, die Studierenden bei gesundheitlichen Belastungen, wie z. B. psychischen Erkrankungen, helfen sollen. Das Angebot, welches sich an Studierende, wissenschaftliches Personal, aber auch nicht-wissenschaftliches Personal richtet, integriert körperliche, psychische und soziale Aspekte.
"Healthy Campus Mainz – gesund studieren" war ein Modellvorhaben, das als Kooperationsprojekt zwischen der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität, der Johannes Gutenberg-Universität selbst und der BARMER von 2018 bis 2023 umgesetzt wurde. Die gesetzliche Krankenkasse förderte das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention.
Ziel war der Aufbau eines studentischen Gesundheitsmanagements an der Universität. Über fünf Jahre hinweg wurden gemeinsam Angebote erarbeitet und umgesetzt. Mit dem Auslaufen der Projektförderung stellte die Universität das Projekt aufgrund von unzureichenden finanziellen Ressourcen ein.
Bereits 2024 berichtete Campus Mainz über die Beendigung der ursprünglichen Förderung und die Unsicherheiten rund um die Zukunft des Projekts. Der Artikel bietet einen detaillierten Rückblick auf die damalige Situation.
Mit dem Neustart von "Healthy Campus Mainz" wolle die JGU an die bisherigen Erfolge anknüpfen und neue Angebote schaffen. Im Fokus stünden erneut die körperliche, psychische und soziale Gesundheit der Studierenden. Unter der Leitung des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz sollten konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) unterstütze das Projekt zunächst für drei Jahre finanziell, ab 2028 übernehme dann die Universitätsmedizin die Finanzierung.
Die Projektverantwortlichen hätten sich für die kommenden drei Jahre verschiedene Ziele gesetzt: Neben der Etablierung eines Studierendenbeirats und der regelmäßigen Durchführung von Gesundheitsmonitorings an der JGU sollten auch bewährte Maßnahmen aus der ersten Projektphase weiterentwickelt werden. Dabei stünden insbesondere Angebote zur Stressbewältigung, Entspannung und Bewegungsförderung im Fokus, die Studierenden helfen könnten, mit dem Studienalltag besser umzugehen.
Wie das Projektteam mitgeteilt hat, habe am 28. Mai 2025 anlässlich des Weltmenstruationstags eine erste Aktion auf dem Campus stattgefunden. Weitere Tagesaktionen befänden sich bereits in der Planung. Im Juli wolle sich die neu zusammengesetzte Steuerungsgruppe zu einem Kick-Off-Workshop treffen, bei dem der weitere Projektverlauf abgestimmt werden solle.
Für den Herbst sei neben einem Beitrag zur Mental Health Week auch ein großer Aktionstag mit verschiedenen gesundheitsrelevanten Einrichtungen der Universität vorgesehen. Darüber hinaus solle die Steuerungsgruppe entscheiden, welche Maßnahmen aus der ersten Projektphase wieder aufgenommen oder überarbeitet werden könnten.
Durch regelmäßige Gesundheitsbefragungen solle zudem ermittelt werden, welche Bedürfnisse aktuell bei Studierenden bestünden, um bestehende Angebote weiterzuentwickeln und neue Maßnahmen gezielt zu gestalten.