Ab dem Wintersemester 2024/25 haben Student:innen mit einem Bachelor in Informatik, Mathe, Biologie oder Medizin die Möglichkeit, den neuen englischsprachigen Masterstudiengang „Evolutionary Biology“ zu belegen. Dies schreibt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf ihrer Webseite aus.
An der JGU werden, laut eigenen Angaben, bisher insgesamt 129 verschiedene Masterabschlüsse angeboten. Aktuell gibt es auf der Webseite der Universität ein Angebot an 20 mathematischen und naturwissenschaftlichen Masterprogrammen mit dem Abschluss „Master of Science“, darunter sieben englischsprachige. Hier könnt ihr die verschiedenen Masterprogramme einsehen.
Besonders Student:innen mit Interesse an der Entwicklung von Pflanzen und Tieren seien mit dem Programm angesprochen. „Evolutionary Biology“ (Evolutionsbiologie) bezeichnet die Verknüpfung zahlreicher biologischer Disziplinen wie die Populationsbiologie und Evolutionstheorie. Der Masterstudiengang umfasst vier Semester und ist zulassungsbeschränkt. Laut Professor Günther Ochs, dem Dekanat des Studienbüros für den Fachbereich 10 Biologie, werden zunächst 24 Studienplätze angeboten. „In Abhängigkeit von der Auslastung und der Bewerber:innenzahl soll die Zulassungszahl dann eventuell auf 32 Studienplätze erhöht werden“, sagt Professor Ochs über die Pläne für die Zukunft. Eine Mischung aus praktischer Laborarbeit, theoretischem Wissen und Applikationen auf dem Computer, umschreiben das Programm, in welchem Biolog:innen tiefer in die Evolutionsbiologie eintauchen sollen. Die Universität beschreibt die Ausbildung wie folgt: Während in den ersten beiden Semestern theoretische Grundlagen im Vordergrund stehen, ist das dritte Semester durch eine Projektarbeit besonders praxisnah. Nach dem Abschluss haben Absolvent:innen zahlreiche Karrieremöglichkeiten. Hierzu zählen Berufe in der Industrie oder Forensik.
Die Unterrichtssprache ist ausschließlich Englisch. Deutschkenntnisse sind nicht erforderlich. Vorausgesetzt wird, nach Angaben der Universität, ein Nachweis englischer Sprachkenntnisse auf Niveau B2 oder der Abschluss des Grundkurses, mindestens mit der Note „ausreichend“.
Somit bietet sich hier eine besonders attraktive Möglichkeit für die circa 4.500 internationalen Student:innen an der JGU. Der Grund, den Master auf Englisch anzubieten, liegt laut Professor Ochs, „vor allem an der internationalen Wissenschaftssprache Englisch“. Dass Masterstudiengänge besonders forschungs- und praxisnah sind, sei für die zukünftige Ausbildung von Forscher:innen wichtig.
Der biologische Fachbereich hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Entwicklungen durchgemacht. Seit 2017 gibt es drei neue und größere Institute. Diese Umstrukturierung brachte zahlreiche neue Schwerpunktbildungen mit sich. „Diese Schwerpunktsetzung wird nun auch durch das Angebot neuer Masterstudiengänge abgebildet“, so Professor Ochs. Vor dieser angesprochenen Entwicklung hätte es lediglich einen allgemeinen Masterstudiengang „Biologie“ und nur einen weiteren, kleineren Masterstudiengang „Anthropologie“ gegeben.
Die Bewerbung für einen Studienplatz im Master „Evolutionary Biology“ startete im April 2024 und endete Mitte Mai 2024. Zum Bewerbungsprozess zählte unter anderem ein 20-minütiges Auswahlgespräch. In diesem wurden insbesondere die Motivation, wissenschaftliche Denkweise und grundlegende evolutionsbiologische Kenntnisse der Bewerber:innen überprüft, heißt es auf der Webseite des entsprechenden Masters.