Entwicklungen in der Studierendenschaft

28.05.2024
Campus-News, Studium
Clara Dickescheid

Im Laufe der Jahre verändert sich die Zusammensetzung der Studierendenschaft stetig, sodasss eine Beleuchtung der Trends an der JGU und deutschlandweit Aufschluss über Entwicklungen geben kann.

Im Wintersemester 2023/24 war die Zahl der Studierenden deutschlandweit rückläufig, mit 1,7 Prozent weniger eingeschriebenen Studierenden an deutschen Hochschulen im Vergleich zum vorherigen Semester. Auch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) war die Zahl der Studierenden rückläufig. Nach den aktuellsten Zahlen waren im Wintersemester 2021/22 an der JGU 30.755 Studierende eingeschrieben, im Wintersemester 2020/21 waren es 31.194. Der Artikel versucht, einen Überblick zu den Entwicklungen in der Studierendenschaft an der JGU und deutschlandweit zu geben.

Rückgang der Erstsemester an der JGU

Nach offiziellen Zahlen der JGU war die Anzahl der Studierenden im ersten Hochschulsemester in den letzten Jahren rückläufig. Im Studienjahr 2018/19 waren noch 5.191 Studierende im 1. Studiengang eingeschrieben, im Studienjahr 2023/24 schrumpfte die Zahl auf 4.502. Trotzdem bedeutet dies im Vergleich zum Vorjahr 2022/23 (4.303) eine Steigerung. Deutschlandweit hat sich die Zahl der Studienanfänger:innen im Vergleich zum vorherigen Jahr um 1,2 Prozent erhöht.

Frauenanteil in MINT-Studiengängen 

Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts (DeStatis) sind im Jahr 2022 35 Prozent der MINT-Studienanfänger:innen im ersten Semester weiblich. Zu MINT-Fächern zählen die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Frauenanteil unter den Studienanfänger:innen sei gestiegen: Im Jahr 2002 betrug er noch 31 Prozent, 2022 lag er bereits bei 35 Prozent. Insgesamt sei die Zahl der Studienanfänger:innen in MINT-Fächern jedoch in den letzten Jahren leicht zurückgegangen.

Nach offiziellen Zahlen der JGU waren im Wintersemester 2021/22 48,2 Prozent und im Wintersemester 2022/23 48,7 Prozent der Studierenden in MINT-Fächern weiblich. Diese Zahlen beziehen sich auf die Studierenden, die im ersten Studiengang im ersten Fach eingeschrieben sind. Dabei werden alle Studierende der Fachbereiche 08, 09 und 10 betrachtet, wobei so der Begriff breiter gefasst ist als in der deutschlandweiten Statistik.

Ausländische Studierende in Deutschland und Rheinland-Pfalz

Laut Zahlen von DeStatis waren im Wintersemester 2021/22 insgesamt 440.817 ausländische Studierende in Deutschland eingeschrieben, davon 75.695 an rheinland-pfälzischen Universitäten und Hochschulen.

Im Wintersemester 2021/22 waren nach Angaben der JGU 3.849 Studierende mit ausländischer Nationalität an der Universität Mainz eingeschrieben, was 12,8 Prozent der Gesamtstudierenden entspricht. Seit Wintersemester 2018/2019 liegt der Wert konstant bei 12,7 bis 12,8 Prozent. Ausnahmen waren dabei die Corona-Semester 2020/21 (11,8 Prozent) und 2021/22 (12,5 Prozent).  

Studierende mit Migrationshintergrund

Laut JGU ist seit dem Wintersemester 2021/22 der Anteil der Studierenden mit Migrationshintergrund konstant bei 3,3 Prozent geblieben. Laut der Uni zählen dazu alle “Bildungsinländer:innen […] mit Nicht-Deutscher Nationalität”.

Deutschlandweit haben im Jahr 2021 laut Zahlen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 17 Prozent der Studierenden einen Migrationshintergrund. Dabei werden Studierende gezählt, welche "in Deutschland zur Schule gegangen [sind], aber mindestens ein Elternteil oder sie selbst […] im Ausland geboren“ wurden.

 

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