Wissenschaftsministerium erhöht Digitalisierungsbudget der JGU Mainz

29.04.2021
Campus-News, Studium
tb

Vor allem die Studierenden der JGU und der Universitätsmedizin Mainz sollen zukünftig von der Erhöhung des Digitalbudgets profitieren.

Die Landesregierung fördert drei Projekte der JGU Mainz und der Universitätsmedizin Mainz mit etwa fünf Millionen Euro. Die Mittel gelten u. a. der Forschung zum Coronavirus und der digitalen Lehre.

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) hat das Digitalisierungsbudget der JGU Mainz und der Universitätsmedizin Mainz Ende März 2021 um fast fünf Millionen Euro erweitert, um drei Projekte zu fördern. Sie zielen darauf ab, den Prozess der Digitalisierung an beiden Institutionen zu stärken.

Fünf Millionen Euro für diese drei Projekte 

Zum einen sollen mit einem Volumen von drei Millionen Euro die Biowissenschaften der JGU mit der medizinischen Forschung an der Universitätsmedizin verknüpft werden. Für eine bessere Vernetzung der Forschung ist eine Datenaustauschplattform zwischen der JGU und der Universitätsmedizin geplant. Auch die Gutenberg Covid-19-Studie der Universitätsmedizin, die die Verbreitung und die Folgen des Virus untersucht, soll von diesem verbesserten Austausch profitieren.

Zudem wird ein neues Nachwuchsprogramm für Postdoktorand:innen geschaffen, das die Landesregierung über die nächsten drei Jahre mit 750.000 Euro fördert. Das Programm befasst sich mit einem auf künstliche Intelligenz (KI) gestützten Forschungsprojekt. Dabei sollen die Postdoktorand:innen gemeinsam mit der KI den Einfluss von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen auf einen Covid-19-Krankheitsverlauf ermitteln. 

Außerdem werden 1,2 Millionen Euro in den Aufbau einer "Digitalmanufaktur" zur digitalen Kompetenzbildung von Lehramtsstudierenden investiert. Dabei sollen gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet werden, um digital zu lehren und zu lernen. Neben technischen Mitteln stehen auch der fachliche und der pädagogische Austausch im Fokus. Durch den Transfer in die Schul- und Unterrichtspraxis sollen langfristige Folgen der Corona-Krise im Schulbereich bewältigt und die Digitalisierung im Unterricht ausgebaut werden. 

Langfristige Investition der Landesregierung

Bereits im Frühjahr 2020 hat sich das MWWK am Sofortprogramm JGU DIALOG beteiligt, das 1,7 Millionen Euro zum Ausbau der digitalen Infrastruktur der Universität bereitgestellt hat (campus-mainz.net berichtete). Damit sollten u. a. die technische Ausrüstung, digitale Beratungsangebote für Studierende und E-Book-Lizenzen für die Universitätsbibliothek ausgebaut werden.

Insgesamt hat das Wissenschaftsministerium den Hochschulen in Rheinland-Pfalz 2020 ein Budget von 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die digitale Lehre langfristig auszubauen. JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch zufolge erhält die Universität durch die zusätzliche Investition der Landesregierung von etwa fünf Millionen Euro eine "Chance, die Digitalisierung von Lehre, Forschung und Verwaltung zu beschleunigen".

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