Wie will die JGU im Wintersemester Energie sparen?

12.10.2022
Campus-News, Studium
skr

Der Heizungsregler steht auf Null. Im Winter muss an der JGU Mainz Energie gespart werden.

Die JGU plant für das Wintersemester Energiesparmaßnahmen. Präsenzbetrieb und Lehrveranstaltungen sollen nicht betroffen sein. Mit welchen Maßnahmen wird dennoch zu rechnen sein? Wir klären auf.

 

Aufgrund des Krieges in der Ukraine und der damit einhergehenden Energiekrise, kommt ein harter Winter auf viele Menschen zu. Auch an Hochschulen und Universitäten wird diskutiert und geplant, wie und in welcher Form man Energie einsparen kann, um Kosten zu vermindern. So kam im Zuge dieser Diskussionen auch das Gerücht auf, dass die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und andere Hochschulen womöglich im kommenden Wintersemester schließen müssten und der Präsenzbetrieb nicht stattfinden könne.

Damit setzen wir uns im Folgenden auseinander und klären auf, mit welchen Maßnahmen und Einschränkungen an der JGU im Wintersemester tatsächlich zu rechnen sind.

Präsenzbetrieb und Lehrveranstaltungen nicht betroffen

Auf Nachfrage von campus-mainz.net teilte die Pressestelle der JGU Mainz mit, dass es trotz der Energiekrise im Wintersemester zu keiner Gefährdung des Präsenzbetriebes und ebenso wenig zur Absage von Lehrveranstaltungen kommen solle. Auch die Schließung von Gebäuden sei nicht angedacht. 

Auch wegen den „sozialen Auswirkungen auf Studierende und Mitarbeitende“ wolle man Schließungen verhindern.

Letztlich würden Schließungen von Gebäuden auch nur geringfügige, nicht lohnende Einsparungen mit sich bringen. Doch welche Einschränkungen sollen kommen, um Energiekosten an der JGU zu reduzieren?

Welche Maßnahmen werden ergriffen? 

Eine erste zentrale Einschränkung sei die Reduzierung der Raumtemperatur auf 19 Grad. Hier sei geplant, die Maßnahme in möglichst allen Räumen der Universität durchzuführen. Zudem solle die dezentrale Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzern, dort wo es technisch möglich ist, abgeschaltet werden. Technische Geräte, die sich im Stand-by befinden und unnötigerweise Strom verbrauchen, würden automatisch heruntergefahren. Des Weiteren solle die Funktion zum automatischen Hochfahren von Arbeitsplatzrechnern, ebenfalls deaktiviert werden.

Neben einer angedachten Reduzierung der Öffnungszeiten der Bibliotheks-Bereiche in Randzeiten prüfe die JGU weitere Möglichkeiten zur Verringerung des Energieverbrauchs. 

Hier erhoffe sich die Universität insbesondere Optimierungspotential bei möglichen Lüftungsabsenkungen in Hörsälen und Laboren, mit deren Hilfe zusätzlich Energie eingespart werden könne.

Wer entscheidet?

Laut der Pressestelle der JGU Mainz folgen Universitäten und Hochschulen zunächst einer Forderung des Landes. Diese besagt, dass die Hochschulen 15% ihres bisherigen Energieverbrauchs einsparen sollen. Klare Vorgaben zu der Art und Weise der Umsetzung macht wiederum der Bund mit einer Energiesparverordnung. Konkret geht es in dieser um Möglichkeiten zur Einsparung bei den Raumtemperaturen oder auch der Warmwasserversorgung. Entscheidende und anstoßende Gremien sind hier also zuallererst Bund und Länder.

Auf Nachfrage von campus-mainz.net antwortete die Pressestelle der JGU, dass das Energiemanagement an der JGU Mainz vom Präsidium mit der Unterstützung des Dezernats Bau- und Liegenschaftsmanagement durchgeführt wird. Über die Maßnahmen wird dann auch in Abstimmung mit dem Senat, den Dekan:innen und der Personalvertretung beraten und beschlossen. Diese Gremien versuchen in enger Zusammenarbeit und in ständigem Austausch stehend, die 15%-Marke mit zahlreichen Maßnahmen zu erreichen und darüber hinaus weitere Potentiale zur Energieeinsparung auszuschöpfen.

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