Veränderung durch die Mainzelbahn

06.05.2014
Campus-News
JR

Informationsveranstaltung der MVG auf dem Campus

Haltestellen der Mainzelbahn auf dem Campus der JGU

Busumleitungen während der Bauphasen der Mainzelbahn besonders an der Haltestelle "Universität"

Streckennetz der Straßenbahn in Mainz mit der neuen Mainzelbahn

Noch diesen Monat beginnt die erste Bauphase für das Projekt Mainzelbahn.

Bei einer Informationsveranstaltung der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) im Philosophicum am Montag erklärte Projektleiter Johannes Köck die zahlreichen Änderungen, auf die sich die Studierenden einstellen müssen. Die neue Straßenbahnlinie führt von der Innenstadt über den Campus der JGU bis zum Lerchenberg und soll so beispielsweise die Buslinien 69 und 9 komplett ersetzen. Das wirkt sich laut Köck auch positiv auf den momentanen Busstau zu den Stoßzeiten am Hauptbahnhof aus: „Morgens jagen wir im Zweiminutentakt die 69 da hoch, die Busse hängen sich auf der Stoßstange.“ Der Wegfall der 69 bedeutet jedoch nicht, dass es keine klassische „Campuslinie“ mehr geben wird, sagte Köck: „Der Fahrweg durch den Campus weiter bis zur Fachhochschule wird durch eine andere Linie mit Inbetriebnahme der Mainzelbahn weiterhin bedient.“

Neue Haltestellen

Außer den Fahrplänen ändert sich vor allem baulich Einiges entlang der neuen Trassenführung. Am sichtbarsten werden die Baumaßnahmen wohl am Vorplatz des Haupteingangs der JGU. Dort soll eine neue Haltestelle für die Mainzelbahn entstehen. Durch diese Umstrukturierung ist auch die Haltestelle mit den meisten Bussen in Richtung Stadt (vor dem Friedhof) bald Geschichte. Die Linien verteilen sich in Zukunft auf einzelne Ein- und Ausstiegspunkte. Da die Bahn außerdem direkt auf der „Uni-Seite“ am Friedrich-von-Pfeiffer-Weg hält, bleibt vielen Studis der Gang über die Brücke erspart. Von Seiten der Stadt Mainz ist dennoch geplant, die nicht barrierefreie Brücke mit Aufzügen zu ergänzen.

Umbau entlang der Trasse

Ob der große Umbau ausschließlich positive Folgen hat, bleibt abzuwarten. Da die Mainzelbahn komplett auf „Uni-Höhe“, also nicht wie die Pfeiffer-Weg-Busse über die tiefer liegende Saarstraße führen soll, ist der hintere Teil des Campus ebenfalls stark betroffen. Laut Projektleiter Köck wird sich die Außenflächen der Kindertagesstätte am Wittichweg verkleinern, außerdem werden sämtliche dort gelegenen Parkplätze entfallen. Mehr Spielraum für die Kinder ist bisher nicht gefunden, die Parkplätze sollen allerdings am Duesbergweg adäquat ersetzt werden. Die für den Bau bereits gefällten Bäume seien im Campusbereich aus Platzmangel zwar nicht zu ersetzen, sagte Köck, der stattdessen Neupflanzungen in den Vororten Marienborn und Laubenheim ankündigte.

Fertigstellung 2016

Geplant ist, dass die Mainzelbahn pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 erstmals fahren soll. Wie viel Zeit der Umbau letztendlich in Anspruch nehmen wird, ist jedoch noch nicht genau abzusehen. „Es wird nicht so lange dauern wie das Georg-Forster-Gebäude!“, versicherte  JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch am Montag.

Mainzelbahn Kuriosität

Zum Abschluss noch ein Tipp für alle Fußballfans: Die Mainzelbahn führt zwar an der Coface Arena vorbei, doch nach aktuellem Stand wird die Haltestelle „Stadion“ weiter vom Spielort des FSV Mainz 05 entfernt sein als der Ausstieg „Fachhochschule“ – eine passende Kuriosität für den „Karnevalsverein“.

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