Singen im Meisterchor – Nichts leichter als das

12.01.2016
Freizeit
mgw

Die Sängerinnen von LUNA während eines Benefizkonzertes

Gruppenfoto mit Musikpädagogen Pascal Martiné

Unter den Sängerinnen von LUNA sind mehr als die Hälfte Studentinnen der JGU, darunter auch Nikola Franke (2. vl.)

Einige Mainzer Studentinnen sind Teil des wiederholt ausgezeichneten Frauenchors LUNA aus Mainz-Bretzenheim, der immer auf der Suche nach neuen Stimmen ist. Dieser wurde zuletzt im November als Meisterchor beim Leistungssingen des Chorverbandes Rheinland-Pfalz prämiert.

2010 schloss sich eine Reihe singbegeisterter Damen zum Frauenchor LUNA zusammen, der seitdem an mehreren Wettbewerben teilgenommen und so manche Auszeichnung mit nach Hause genommen hat.

Seit November 2015 darf er den Titel eines Meisterchors tragen. Im selben Monat ist er auf Platz zwölf beim Voting für den Deutschen Chorgipfel gewählt worden. Geleitet wird Luna vom Mainzer Musikpädagogen Pascal Martiné. Auch zehn Studentinnen der JGU singen mit. Ihr Repertoire umfasst hauptsächlich geistliche Literatur und Volkslieder, die von Martiné arrangiert werden.

Ehrgeizig und zugleich entspannt

Eine der JGU-Stimmen ist Nikola Franke (19), die Katholische Theologie studiert und seit 2013 bei LUNA mitsingt. Die an Musik und Literatur interessierte Nikola, die sich schon im Blockflötenorchester Mainz engagiert hat, ist von ihrer Mutter an die Chortätigkeit herangeführt worden – wie viele andere ihrer Kolleginnen.

Trotz der bisher gewonnenen Wettbewerbe begreift sich LUNA nicht als elitär. "Wir sind alle ganz normale Menschen", verrät Nikola. "Auch Frauen ohne Gesangs- und Chorerfahrung können bei uns mitmachen. Wir suchen immer neue Leute." 

Aber ein gewisser Ehrgeiz zur Weiterentwicklung schwingt trotzdem mit. "Es werden auch mal Hürden genommen", meint Nikola. "Wenn unser Chorleiter ein Lied als eventuell zu schwierig einstuft, dann sagen wir: Jetzt erst recht!"

Ein ganz besonderer Chor

LUNA sei ein verhältnismäßig kleiner Chor, der aber über einen großen Stimmumfang verfüge. "Unsere Alt II-Sängerinnen sind richtig cool", verkündet Nikola stolz und verweist auf ein gutes Klangfundament und ausgeglichene Stimmen.

LUNA ist kein Verein, was ihrer Meinung nach die Kreativität steigert. Alle machen freiwillig mit in diesem generationenübergreifenden Projekt, und das Zusammenspiel funktioniere wunderbar, keiner steche heraus. Ohne die Vereinsgrundlage muss sich jede Sängerin in gleichem Maße persönlich engagieren. Dabei werden bestimmte Aufgaben verteilt. So ist Nikola zur Zeit die Pressebeauftragte des Chors, was ihr viel Spaß macht.

Neue Mitstreiterinnen sind stets willkommen

Aktuell singen etwas mehr als 20 Frauen bei LUNA mit, von denen gut die Hälfte noch an der JGU studieren oder dort studiert haben. Die Mitgliederzahl schwankt immer ein wenig, wenn eine Kommilitonin gerade ein Semester im Ausland verbringt, neue Mitstreiterinnen dazu kommen, die vielleicht noch zur Schule gehen, oder manche den Chor verlassen.

LUNA tritt sowohl öffentlich als auch privat, im großen und im kleinen Kreis auf. Benefizveranstaltungen und städtische Feste untermalen sie musikalisch, ebenso wie Hochzeiten.

Außerdem haben sie über Pascal Martiné Kontakt zu anderen Chören aufgenommen, unternehmen kleine Konzertreisen und haben sogar schon CDs aufgenommen. 

Wer Lust hat mitzumachen, kann sich über LUNAs Internetseite und Facebook ausführlich informieren. Es ist eine spannende Sache.

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