Schon vor dem Studium Uni-Luft schnuppern - das FWJ macht's möglich

04.04.2022
Campus-News, Studium
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Was nun? Eine Frage, die Abiturient:innen nur zu gut kennen. Wie die Zukunft aussehen soll, lässt sich nur schwer entscheiden. Das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr könnte Abhilfe verschaffen.

Was folgt nach dem Abitur? Das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr könnte die Antwort sein. Manche Hochschulen bieten die Möglichkeit, sich schon vor dem Studium im akademischen Betrieb zu orientieren.

Wer noch nicht sicher ist, wie die Zukunft nach dem Abitur aussehen soll, kann sich mit einem Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahr (FWJ) eine Orientierung schaffen. Anders als das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologisches Jahr (FÖJ) ist das FWJ ein selbstgemachter Begriff, den es zwar offiziell noch nicht gibt, der aber die Möglichkeit bietet, vor Beginn eines möglichen Studiums in Hochschulbetriebe hineinzuschnuppern und sich an Forschungsprojekten zu beteiligen. 

Gut für beide Seiten

Ziel des Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres ist es einerseits, den Nachwuchs für Forschung und Wissenschaft zu begeistern, andererseits Abiturient:innen bei der Zukunftsorientierung behilflich zu sein. Nach dem Abschluss stellen sich häufig viele Fragen: Was mache ich jetzt? Welchen Beruf möchte ich später einmal erlernen? Welcher Studiengang wird es? 

Das FWJ, welches als Programm betrachtet werden kann, bietet einen Einstieg in die praxisnahe Berufserfahrung und lässt zu, sich bereits vor dem Studium eine Vorstellung von diesem zu machen und Uni-Luft zu schnuppern. 

Beide Seiten ziehen Vorteile aus dem Angebot: Während die Abiturient:innen einen Einblick in das Berufsleben und eine Orientierungsmöglichkeit geboten bekommen, erhalten die forschenden Arbeitsgruppen an den Hochschulen zusätzliche Arbeitskräfte, die zum Gelingen verschiedener Studien beitragen können. 

Gibt es das FWJ an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz?

Angeboten werden solche Programme bisher in Hannover, Hamburg, Aachen und Oldenburg.

Auf eine Anfrage von campus-mainz.net antwortete die Universität Mainz zudem, dass sie offen für solche Programme wären. Auch die JGU habe Interesse daran, junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern.

Zwar gibt es bisher noch kein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr, dennoch böte die JGU „ein umfangreiches Programm an Orientierungshilfen“. Dieses reiche von Experimentierkursen für Kinder und Jugendliche über Projekte für Schulklassen bis hin zu Ferienakademien und Forschertagen im NaT-Lab.

Zudem sei es möglich, ein Schülerpraktikum im Fachgebiet Chemie zu absolvieren, das Einblicke in den Arbeitsalltag eines wissenschaftlichen Forschungslabors und den Eindruck des Berufs von Wissenschaftler:innen geben soll. 

Wer sich nach dem Abitur also doch erstmal nach einer Schnuppermöglichkeit in akademischen Betrieben sehnt, hat auch an der Uni Mainz die Möglichkeit, sich Orientierung zu verschaffen. Außerdem darf man immer mutig sein: Anregungen bezüglich eines Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres würden dort gerne aufgenommen, so die JGU.

 

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