Neue inklusive Bibliothek des ABeR

02.01.2023
Campus-News, Studium
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Die Bibliothek des ABeR deckt alle möglichen Krankheitsbilder ab, mit dem Ziel, einen einfachen Zugang für jeden Interessenten zu ermöglichen.

Alle behindert! (Autor:in: Horst Klein und Monika Osberghaus) Ein anschauliches Kinderbuch über Beeinträchtigungen, um Berührungsängste zu überwinden.

Das autonome Referat für Behinderte und chronisch Kranke (ABeR) des AStA Mainz ist dabei, eine inklusive Bibliothek aufzubauen, die u.a. Bücher in Braille für Studierende zur Verfügung stellt.

Die inklusive Bibliothek ist ein Projekt des Referats für Behinderte und chronisch Kranke (ABeR) des AStA der Johannes Gutenberg-Universität. Die Bibliothek wurde von den drei ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen des Referats ins Leben gerufen. Das Projekt steht noch in seinen Anfängen und soll nach und nach ausgebaut und erweitert werden: Die entsprechenden Bücher sollen für jede:n Interessierte:n zur Verfügung stehen und einen einfachen und schnellen Zugang zum Thema Behinderungen und chronischen oder psychischen Erkrankungen bieten.

Das Buchinventar

Die angebotenen Bücher bestehen aus einer Auswahl an Ratgebern, vielen Kinderbüchern und informativen Lektüren zum Thema ‚Behinderung und chronischen oder psychischen Erkrankungen‘. Zusätzlich finden sich einige Bücher in Blindenschrift sowie einen taktilen Weltatlas (tastbare geographische Karte), da diese Werke durch ihren teuren Preis nur wenigen blinden und sehbehinderten Menschen zugänglich sind.
Das Team des ABeR möchte das Angebot weiter ausbauen und nimmt Anschaffungsvorschläge, Tipps und Ideen für die Erweiterung des Repertoires weiterhin gerne an.

Inklusive Kinderbücher

Die breite Auswahl an Kinderbüchern ist aus dem Grund gegeben, da sie einen einfachen und schnellen Zugang zu der Thematik rund um Behinderungen und chronische Erkrankungen bieten, ohne komplexe Aspekte zu behandeln, wie dies bei Fachliteratur der Fall ist.

Damit solle vor allem ein grundlegendes Verständnis von Behinderung geschaffen und ein Bewusstsein für Betroffene erreicht werden. Das Vorhaben des ABeR ist, damit bewusst einen Kontrast zu schaffen. Bei wissenschaftlichem bzw. fachlichem Interesse an der Thematik, könne darüber hinaus auf die verschiedenen Bibliotheken der JGU zurückgegriffen werden.

Außerdem ist ein angestrebtes Ziel des ABeR, die inklusive Bibliothek in Zukunft in Kooperation mit dem Elternreferat des AStAs zu betreiben.

Ausleihe

Auf die Bücher der Bibliothek kann jeder zugreifen, der sich dafür interessiert. Das Verzeichnis der vorhandenen Bücher kann auf der Website des ABeR eingesehen werden und Interessierte können sich beim ABeR melden, um alles rund um die Ausleihe zu vereinbaren.

Zurzeit befinden sich die Bücher im allgemeinen Bücherregal des AStA auf dem Campus neben der Zentralmensa im Staudinger Weg 21. Die Zeit, um sich ein Buch auszuleihen, ist deswegen an die Öffnungszeiten des AStA gebunden.

Was ist das ABeR?

Das Autonome Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende des AStA der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vertritt alle behinderten und chronisch kranken Studierenden an der Universität. Es dient als Anlaufstelle für Studierende mit Behinderung – auch ohne Schwerbehindertenausweis – sowie bei chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, Multiple Sklerose und Epilepsie) und psychischen Erkrankungen (z.B. Depression, Angststörung und ADHS/ADS). Auch bei akuten Erkrankungen und Behinderungen – etwa nach einem Unfall – dient das ABeR als Ansprechpartner.

Das Referat setzt sich aus drei ehrenamtlichen Studierenden zusammen, welche selbst behindert und chronisch krank sind. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende in allen Belangen zu unterstützen und zu beraten. Beispielsweise können sie bei Nachteilsausgleichen helfen und sich bei Problemen mit Prüfungsämtern auseinandersetzen. Wenn man eine Neudiagnose erhalten hat, oder sich bei einem Anliegen unsicher ist, kann man ebenfalls auf das Team des ABeR zukommen. 

Weitere Hilfsmittel

Neben der inklusiven Bibliothek bieten das ABeR eine Beratung zur Vereinbarkeit von Studium und Behinderungen an. Diese Beratungen werden vertraulich behandelt.
Außerdem stellen sie Hilfsmittel wie transportable Rollstuhlrampen, eine Mainzer-Stadtkarte in Braille, oder Euro-Normschlüssel für rollstuhlgerechte Sanitäranlagen zur Verfügung. Auch für die Rückerstattung des Semestertickets bei Freifahrten aufgrund von Behinderung sind sie zuständig.

Der Kontakt kann per E-Mail (behinderte@asta.uni-mainz.de) geknüpft werden. Hier sind sie am schnellsten zu erreichen. Außerdem lässt sich der ABeR auf Instagram unter @behindertenreferat.asta.mainz finden.

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