Muschelkritik | Bohemian Rhapsody

20.05.2019
Freizeit
jmi

Rami Malek als Freddie Mercury: "Bohemian Rhapsody" läuft am 22. Mai um 20.30 Uhr im Klubkino Mainz. ©20th Century Fox

Egal, ob alte Nostalgiker oder frisch Bekehrte – "Bohemian Rhapsody" ist ein Muss für jeden Queen-Fan. Er läuft am 22. Mai um 20.30 Uhr im Klubkino in der Muschel.

Eins steht fest: Kein Film wurde vergangenes Jahr so gehypt wie das neue Biopic der legendären Band Queen. Monatelang bis ins neue Jahr hinein befand sich der Film im Programm großer deutscher Kinos, um der großen Nachfrage nachzukommen, die weltweiten Einspielergebnisse brachen Rekorde: Laut Forbes ist Bohemian Rhapsody der erfolgreichste Musikfilm aller Zeiten. Mit dem Hype gab es auch Kontroversen, doch das soll dem Vergnügen keinen Abbruch tun.

Nicht nur die Tatsache, dass die Band-Mitglieder Bryan May und Roger Taylor höchstselbst an der Produktion mitgewirkt haben, sondern auch das treffliche Casting, das über die kleinen Videoclips auf YouTube und Co. im Vorfeld zum Kinostart bekannt wurde, lässt aufmerken. Wenn Schauspieler Gwylim Lee mit jener ikonischen Haarpracht auf die Bühne tritt, meint selbst Bryan May seinem 30 Jahre jüngeren Ebenbild gegenüberzustehen.

Rami Maleks Darstellung von Freddie Mercury setzt neue Maßstäbe in der Schauspielkunst. Um die Rocklegende so wahrheitsgetreu wie möglich auf die Leinwand zu bringen, hat er zusammen mit seiner Bewegungstrainerin Mercurys Verhalten bis ins Detail studiert und eingeübt. Um ihn sprachlich authentisch spielen zu können, hat er auch off-camera eine Gebissprothese getragen. Seine schauspielerische Hingabe hat Malek den diesjährigen Oscar für den besten Hauptdarsteller eingebracht.

Keine Frage, Freddie Mercury ist die schillernde Figur, an die jeder denkt, wenn der Name Queen fällt. Nur eins kommt an diesen Ruhm heran: die Musik von Queen – und die ist der wahre Mittelpunkt des Films. Auch wenn viele – für manch einen erschreckend viele – Fakten der Bandgeschichte zugunsten der Dramatik übergangen oder abgewandelt wurden, haben die Filmemacher das einzig Richtige getan. Sie haben die Musik einen großen Teil der Geschichte erzählen lassen und dabei einige Geschichten zur Musik erzählt. Spoiler Alert! Bohemian Rhapsody ist auch dabei ;)    

Alles kulminiert in der Nachstellung des Live Aid Konzerts. Man wünscht sich, selbst dabei gewesen zu sein.

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