Mit dem Semesterticket nach Limburg

17.06.2018
Freizeit
jsc

Von der alten Lahnbrücke fällt der Blick sofort auf das berühmte Wahrzeichen Limburgs: den mittelalterlichen Dom.

Das hohe Rathaus der Stadt liegt durch seinen Sitz inmitten einer belebten Einkaufspassage.

Wochenmärkte wie der Neumarkt bieten eine gute Gelegenheit, um Leckereien aus der Region zu probieren.

Die Fachwerkhäuser der Altstadt beherbergen allerlei Geschäfte und Cafés, beispielsweise das Café Will oder die Villa Lavendel.

Das Haus der sieben Laster zählt durch die außergewöhnliche Fassade zu den bekanntesten Gebäuden der Limburger Altstadt.

Am Fischmarkt gibt es nicht nur guten Fisch, sondern beispielsweise auch ein vielfältiges Angebot an Flammkuchen.

Bei einem Spaziergang entlang der Lahn kann man die idyllische Natur auf sich wirken lassen. Als Startpunkt empfiehlt sich die alte Lahnbrücke, welche die Süd- und die Nordseite Limburgs miteinander verbindet.

Mit deinem Semesterticket kommst du in viele interessante Gegenden – zum Beispiel bis nach Limburg an der Lahn. Ein Ausflug lohnt sich nicht zuletzt für die mittelalterliche Architektur und die Idylle in der umliegenden Natur.

 

Anreise

Will man aus Mainz nach Limburg fahren, muss man sich auf eine längere Reise von etwa zwei Stunden einstellen: Zunächst geht es von Mainz aus zum Wiesbadener Hauptbahnhof. Dort kann man auf eine Regionalbahn in Richtung Niedernhausen umsteigen und dann von Niedernhausen aus mit dem RB 21 oder 22 nach Limburg weiterfahren. Alternativ kommt man auch mit Regionalbahnen aus Frankfurt in die Domstadt an der Lahn.

Belohnt wird man für die weite Reise aber bereits auf der Strecke: Je näher man Limburg kommt, desto dörflicher und idyllischer wird die Umgebung. 

Einkaufsbummel in der Neustadt

Nach der weiten Fahrt endlich am Hauptbahnhof in Limburg angekommen, kann man direkt das Bahnhofsviertel erkunden, das geradezu zu einem beschaulichen Einkaufsbummel einlädt. Hierfür eignet sich unter anderem die Werner-Senger-Straße, in der sich auch das Rathaus der Domstadt befindet. In der Hospitalstraße gelten die Musik und das Kabarettprogramm der Kleinkunstbühne THING e.V. zudem als Geheimtipp. Wer aber eher auf der Suche nach kulinarischen Spezialitäten aus der Region ist, sollte den Limburger Wochenmarkt gegenüber vom Hauptbahnhof erkunden, der mittwoch- und samstagvormittags stattfindet und viele Händler und Käufer anzieht.

Historische Altstadt

Läuft man vom Wochenmarkt weiter geradeaus, so gelangt man direkt in die historische Altstadt Limburgs. Dort haben sich in vielen eng beieinanderstehenden Fachwerkhäusern etwaige Cafés und Restaurants eingenistet – einige von ihnen schon seit mehr als hundert Jahren. So ist das Café Will als ältestes Café der Stadt seit 1880 eine gut besuchte und empfehlenswerte Institution, die zahlreiche süße Verlockungen anbietet. Doch nicht nur für Kaffee und Kuchen lohnt sich ein Abstecher in die Altstadt: Kunstliebhaber können dort zusätzlich zum rustikalen Fachwerk auch einen Blick auf die Limburger Kunstsammlungen am Fischmarkt werfen. Der Name des Platzes trügt jedoch: statt mit Fisch wurde hier früher mit Faden gehandelt. Heute gibt es dort keinen klassischen Markt mehr, stattdessen finden sich hier nun vermehrt Restaurants, Cafés und Souvenirläden wie die Villa Lavendel und das Schokoladenhaus. 

Eine weitere Sehenswürdigkeit innerhalb der rustikalen Altstadt ist das Haus der sieben Laster aus dem 16. Jahrhundert, das durch seine mit kunstvollen Figuren und Lebensweisheiten verzierte Fassade berühmt wurde. Hier lugt bereits die Hauptattraktion der Stadt zwischen den Fachwerkgiebeln hervor. In voller Pracht erscheint sie allerdings erst, wenn man der Nonnenmauer bergaufwärts folgt: der Limburger Dom, der mit seinen sieben Türmen über der Stadt thront. Wer mehr über die Symbolik des Bauwerks und die Geschichte des Bistums erfahren möchte, für den lohnt sich ein Besuch im Diözesanmuseum gleich nebenan. Die exponierte Lage des Doms hat neben der Orientierungshilfe für Touristen einen weiteren Vorteil: Von dem beschaulichen Friedhof links neben der Kirche hat man einen weiten Blick über die Lahn.

Lahn und Umgebung

Will man den Fluss und die dort lebenden Vögel aus der Nähe beobachten und zugleich die Aussicht auf das Lahntal und den Dom genießen, lohnt sich ein Abstecher auf die alte Lahnbrücke, über die man die Nordstadt erreicht. Hier hat man die touristische Altstadt im Süden sichtbar hinter sich gelassen und das Stadtbild ist nun von vergleichsweise modernen Siedlungen geprägt. Wer sich für den Schleusenbetrieb interessiert oder im Sommer nach Abkühlung im Parkbad, einem Freibad zwischen Wald und Lahn, sucht, für den ist auch diese Seite der Stadt empfehlenswert. Auf beiden Seiten des Flusses finden sich Radwege und Bootsverleihe, die zu längeren Touren einladen. Besonders ausgefallen lässt sich die Lahn beispielsweise mit den bbq-donut-Booten erkunden, runden Schlauchbooten, auf denen auch gegrillt werden kann.

Auch wenn Limburg als touristisches Aushängeschild der Region gilt, so ist der gesamte Lahngau mit seinen zahlreichen mittelalterlichen Burgen und Kirchen noch durchaus sehenswert.

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