Mit dem Neun-Euro-Ticket nach… Münster

16.07.2022
Freizeit
cah

An dieser Radstation haben wir dein Fahrrad für den heutigen Tag gemietet, sodass wir gleich losfahren können. Mit neun Euro pro Tag lässt sich einiges erkunden… Und damit herzlich willkommen in der fahrradfreundlichsten Stadt der Republik!

Unsere erste Station, nicht weit vom Bahnhof: der Erbdrostenhof. Entworfen von Johann Conrad Schlaun wurde das barocke Palais für den Freiherrn Droste zu Vischering von 1753 bis 1757 erbaut. Wohl besonders imposant: der Festsaal über zwei Etagen.

Weiter geht es Richtung Altstadt, vorbei an der Stadtbücherei Münster, welche in den 90ern erbaut wurde. Münster zeigt hier in seinem Stadtbild architektonische Vielfalt, Kontrast und Geschichte. Vielleicht brauchst du ja noch Lesestoff?

Unweit der Bücherei sind wir nun auf dem Prinzipalmarkt, im Herzen der Altstadt. Im Mittelalter wurde hier eifrig an Marktständen verhandelt, heute wird geshoppt, wenn nicht gerade die Tatortkommissare Thiel und Boerne im Einsatz sind.

Ein schneller Blick zurück und du siehst die Lambertikirche, eine spätgotische Hallenkirche. Die größte Attraktion sind allerdings drei leere Käfige am Turm. Willst du wissen, was es damit auf sich hat? Noch ein Grund hier einmal vorbeizuschauen.

Nun geht es ins Grüne. Die Promenade ist ein viereinhalb Kilometer lange autofreie Zone, die sich entlang der alten Stadtbefestigung um den historischen Stadtkern zieht. Radfahrer:innen und Fußgänger:innen finden hier beste Bedingungen vor.

Direkt hinter der Promenade fahren wir jetzt an der ehemaligen fürstbischöfischen Residenz vorbei, dem barocken Schloss. Heute stellt dies das Hauptgebäude der Westfälischen Wilhelms-Universität dar. Face it, JGU - no chance!

Was, Hunger und Erschöpfung melden sich? Wie praktisch, dass wir gleich schon am stadtnahen Erholungsgebiet am Aasee sind, um eine Pause einzulegen und die Schiffe ein wenig auf dem Wasser zu beobachten. Cheers!

Gestärkt geht's zur letzten Station: dem Binnenhafen. Hier trifft sich die Szene und damit jede/r, der/die hipp ist oder es noch werden will (anonyme Quelle). Lass' den Tag entspannt ausklingen. Schön, dass du dabei warst und gute Heimfahrt!

Mit dem Neun-Euro-Ticket günstig durch ganz Deutschland reisen – Warum nicht einen Stopp in der Unistadt Münster wagen? Wir holen dich vom Bahnhof ab und erkunden stilecht mit dem Fahrrad die Stadt.

Was haben Günther Jauch, Götz Alsmann und Guido Maria Kretschmer alle gemeinsam? Ja, stimmt schon, sie sind uns alle aus dem TV bekannt und ihre Eltern hatten offensichtlich eine Vorliebe für den Buchstaben G, doch viel wichtiger: sie eint ihre Geburtsstadt Münster. Was muss das also für eine Stadt sein, die so viele bekannte und vielfältige Persönlichkeiten hervorbringt? 

Sagen wir so, Münster ist mit seinen etwas mehr als 300.000 Einwohner:innen ebenso vielfältig und absolut sehenswert. Nicht ohne Grund hat die Stadt im Jahr 2004 den LivCom Award als lebenswerteste Stadt der Welt in der Einwohner:innen-Kategorie > 300.000 gewonnen. 

Und nicht nur das, Münster ist mit seinen mehr als 60.000 Studierenden auch eine der größten Studierendenstädte Deutschlands. Möchte man sich also einmal ein Bild von der hier hoch angepriesenen Stadt und vielleicht auch der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) machen, ist der Fahrradverleih in jeglicher Hinsicht eine hilfreiche Methode. Größter Vorteil: Man outet sich bei seinem ersten Stadtrundgang nicht gleich zu Beginn schon als Tourist:in, da jede:r in Münster Fahrrad fährt – da werden keine Unterschiede gemacht. 

Aber stopp und zurück zum Start. Du befindest dich gerade am Mainzer Hauptbahnhof. Es ist kurz vor sieben und du wartest geduldig auf die RB 26, die in ein paar Minuten von Gleis 11 Richtung Köln abfahren soll. Die Sonne schaut immer wieder hinter den noch etwas tiefhängenden Wolken hervor und bestärkt dich in deinem Gefühl: Heute wird ein guter Tag! 

Der Zug fährt ein und du machst es dir auf deinem Sitz gemütlich. Kurze Kontrolle, bist du auch wirklich in einem Regionalzug und keinem ICE/IC?! Ja, außen ist nichts weiß lackiert, das heißt: alles gut, keine unangenehmen Überraschungen bei der Fahrscheinkontrolle zu erwarten. Es ist doch noch etwas früh, weswegen du die Augen schließt, die Kopfhörer aufsetzt und dich vom sanften Schaukeln der Bahn in einen leichten Dämmerschlaf wiegen lässt. 

"Nächster Halt Köln Hbf. Umsteigemöglichkeiten von Gleis…. Next Station Cologne." Du blinzelst in das helle Licht, die Augen sind noch etwas schwer. Oh, schon Köln und gute drei Stunden später. Das ging wirklich schnell. Ein kurzer Check auf die DB-App und es ist klar, die Zieldestination ist quasi schon in Sichtweite, aber vorher schnell noch umsteigen in die RE 7. Etwas mehr als eine Viertelstunde Umsteigezeit – wir sind jung und dynamisch – das schaffen wir!

In der Bahn angekommen, machst du es dir bequem und packst die selbstgemachte Butterbrotstulle aus. Der Hunger meldet sich langsam – es ist schließlich schon kurz vor halb zehn. Die ersten E-Mails sind gecheckt und beantwortet, die Weltnachrichten analysiert, soziale Medien konsumiert und die Kontakte in die Heimat gepflegt. Wie die Zeit doch vergeht… Und schon rollt der Zug langsam in den Bahnhof Münster ein, die Türen öffnen sich und da, schau mal hinten links, da stehen wir mit einem Fahrrad für dich. Kannst du uns schon sehen?

Um die Stadttour mit dem Fahrrad fortzusetzen, bitte auf die Bildergalerie klicken.

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