Mensa-Brunch: Mit Federweißer und Pfannkuchen in den Tag

02.10.2015
Essen, Mensablog
Sabine

Viele Brötchen, viele Leute.

Leckere Aufstriche und nette Deko.

v.l.n.r.: Anita, Andrea, Martina und ihre deutsche Buddy.

Pennello singt gegen die Essensgeräusche an.

Mensablog (02.10.2015): Der erste Mensa-Brunch des Studierendenwerks und wie immer in der Mensa die Frage: Kann man das essen? Sabine hat es in ihrem Mensablog Gastbeitrag für euch ausprobiert.

Draußen ist es sonnig und angenehm, ein wirklich schöner Herbsttag. Perfekt, um den ersten Mensa-Brunch zu testen, denn ‚Herbst‘ ist das Motto. Blättergirlanden und Zweige auf den Tischen, sowie grüne und orangefarbene Servietten zeugen davon. Es ist gut besucht und verschiedene Sprachen schwirren durch den abgetrennten Raum bei Theke vier.
 
Kathrin Bott, die zur Abteilung Internationales und Kultur des Studierendenwerks gehört, ist Teil des Organisationsteams. Ursprünglich sollte die Veranstaltung wie immer ein Willkommensangebot für internationale Studierende werden, doch aufgrund einiger terminlicher Verschiebungen beschloss man, einen anderen Weg zu gehen. Die Hochschulgastronomie sei gleich offen für die Brunch-Idee gewesen, da sie während der Semesterferien auch die Kapazitäten dafür habe. „Dann haben wir uns mit der Mensaleitung zusammengetan und gebrainstormt, was man machen kann. Herbstlich sollte es sein, deshalb auch Federweißer und Zwiebelkuchen, um den internationalen Studierenden zu zeigen, was man zu dieser Jahreszeit in Mainz so isst“, erklärt Kathrin. Zum Glück ist die Veranstaltung heute nicht nur für internationale Studierende, so kommen auch andere in den Genuss des Brunches.

Neben einem klassischen Frühstücksbuffet mit Brot und Brötchen mit verschiedenen Aufstrichen gibt es auch diverse warme Gerichte. Suppen, Würstchen, Bacon und Rührei, Pfannkuchen und natürlich den typischen Zwiebelkuchen kann man haben. Auch zwei Sorten Federweißer sind neben Kaffee, Tee und Saft verfügbar. Keine schlechte Auswahl für 6,99 €, allerdings ist vieles mit tierischen Zusätzen. Für Vegetarier und vor allem Veganer dürfte es schwierig werden, hier satt zu werden. Abgesehen davon scheinen auch Messer und Gabeln Mangelware zu sein, weshalb ich mir die Butter kurzerhand mit einem Teelöffel aufs Brot schmiere. Manchmal muss man auch flexibel sein können.

Das Rührei ist mir ein bisschen zu salzig und das Buffet etwas zu einseitig, doch all das ist schnell vergessen als ich mit einer Gruppe sympathischer italienischer Erasmusstudierenden ins Gespräch komme. Anita, Martina und Andrea sind erst vor kurzem nach Mainz gekommen und sind ziemlich begeistert von ihrer Zeit bisher, trotz mancher Wohnheims- und AldiTalk-Probleme. Mit ihnen probiere ich einige Desserts, nachdem Anita mir ein italienisches Sprichwort verrät: Was dich nicht umbringt, macht dich fetter. Bei der köstlichen Stracciatella-Creme und den klitzekleinen warmen Pfannkuchen glaube ich ihr das sofort. Und in guter Gesellschaft prickelt der Federweißer immer besser. So vergeht die Zeit mit guten Gesprächen und toller Live-Musik: Erst interpretiert Pennello einige Songs gefühlvoll an der Gitarre, später löst ihn Erna Imamovic aus Kroatien mit ihrer soulig-rockigen Stimme ab.

Fazit: Man muss es der Abteilung Internationales und Kultur lassen, sie und die Hochschulgastronomie haben sich viel Mühe gegeben, sämtlichen Studierenden einen leckeren und erschwinglichen Brunch zu bieten. Im Rahmen der Kostenmöglichkeiten war das Angebot gut, hätte meiner Meinung nach aber mehr tierfreie Alternativen enthalten können. Am schönsten war jedoch die gemütliche Atmosphäre, jeder schien gute Laune zu haben und einfach einen entspannten Freitagvormittag zu genießen. So gesehen war es ein sehr angenehmer Start ins Wochenende.

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