Medienhaus soll 2019 fertig sein

11.08.2015
Campus-News, Studium...
db

Das Inter I Hochhaus mit Graffitis zur Schließung des Wohnheims.

Campus Mainz berichtete schon 2013 über die anstehenden Bauarbeiten für das neue Medienhaus. In wenigen Monaten beginnen wohl tatsächlich die ersten Arbeiten im ehemaligen Wohnheim Inter I. Wir begleiten das Thema für euch.

Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten am ehemaligen Wohnheim Inter I beginnen. 2019 sollen die Baumaßnahmen beendet sein, berichtet der Landesbetrieb Liegenschaft- und Baubetreuung (LBB). Für den Umbau sind 15,9 Millionen Euro für das Jahr 2015 eingeplant.
   
Das Gebäude soll später von verschiedenen medienwissenschaftlichen Fächern der Johannes Gutenberg-Universität aber auch von der Hochschule Mainz und dem Offenen Kanal Mainz genutzt werden.

Erst Büros, dann Technikräume

In einem ersten Bauabschnitt soll ab September das Hochhaus zu einem Bürogebäude mit Seminar- und Besprechungsräumen umgebaut werden. In einem zweiten Bauabschnitt soll ein Technikgebäude entstehen. Dort befinden sich Studios, Schneideräume und ähnliches.

Dafür sind neben den für 2015 veranschlagten Kosten nochmal weitere 20,8 Millionen Euro im Jahre 2016 eingeplant. Mit dem Einzug der verschiedenen Beteiligten soll auch das alte Medienhaus an der Wallstraße und der Sitz des Journalistischen Seminares am Domus universitatis aufgegeben werden.

Vom Inter I zum Medienhaus

Der LBB ist Eigentümer und Bauherr des Medienhauses/Inter I. Selbst das Studierendenwerk Mainz hatte das Gebäude während es noch als Wohnheim genutzt wurde nur von der LBB gemietet. Diesen Vertrag hatte der LBB bereits 2014 gekündigt.

Im Jahre 2013 war man noch davon ausgegangen einen Baubeginn 2014 realisieren zu können. Es konnte jedoch keine Finanzierung für den Umbau gefunden werden und somit wurde er verschoben. Mitte 2013 erhielt die Universität von der Boehringer Ingelheim Stiftung eine 50 Millionen Euro hohe Spende für die Lebenswissenschaften, das zum Großteil in verschiedene Gebäudeprojekte floss. Danach schien wieder Geld vorhanden zu sein für weitere größere Bauprojekte.

Campus Construction Programm

Das Medienhaus ist Teil des langfristigen "Campus Construction Programms". Es deckt einen Zeitraum von 2005 bis ins Jahre 2020 ab. Im Rahmen dieses Programms sollen insgesamt 20 neue Gebäude entstehen und acht Umbauten auf dem Campus durchgeführt werden.

Über 15 Jahre hinweg sollen so ca. eine Milliarde Euro in den Umbau des Campus der JGU und der Unimedizin fließen. Das Medienhaus habe im Programm zurzeit Priorität, erklärt der LBB.

Ablauf für viele noch unklar

Die beteiligten Institutionen scheinen jedoch wenig in die aktuellen und langfristigen Planungen der LBB und der Universitätsleitung eingebunden zu sein. Seit dem 1. Juli existiert zwar eine Projektbeteiligtenliste, aber mehr gebe es noch nicht, sagt beispielsweise der Geschäftsführer des Journalistischen Seminars Dr. Thomas Hartmann.

Auch der Zeitpunkt des Umzuges scheint noch bei vielen Instituten unklar. Die Dozenten der Filmwissenschaft aus dem alten Medienhaus am Hauptbahnhof West planen momentan eher mit einem Szenario, in dem ein Umzug in ein neues Medienhaus nicht in naher Zukunft passieren wird, schreibt ein Fachschaftsratvertreter.

Stimmung zum neuen Medienhaus

Der Plan das Medienhauses ins Inter I umzuziehen, wird von vielen Seiten begrüßt. Sogar der amtierende Oberbürgermeister schaltete sich 2013 in die Diskussion ein, das Projekt sei ein konsequenter und auch städtebaulich intelligenter Schritt zur weiteren Profilierung des Medienstandorts. Für die JGU konzentriert das Medienhaus die medienwissenschaftlichen Fächer auf dem Campus und „die räumliche Zusammenführung der Medienfächer wird die interdisziplinäre Arbeit im Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz deutlich erleichtern“.

Öffentliche Ablehnung erfährt das Projekt nur durch Studierende, die den Verlust von günstigem Wohnraum anprangern. Mit dem Inter I ist das mit Abstand günstigste Wohnheim in Mainz geschlossen worden. Viele Studierende hatten protestiert und die Schließung des Wohnheims mit einem Protestival, also einer Mischung aus Protest und Festival, begangen.

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