Mainzer Stadtviertel: Finthen

10.06.2019
Wohnen
kaz

Diese moderne Häuserreihe ziert den Ortseingang des Stadtteils.

Die "7 Weiher" laden zum Wandern und Genießen ein.

Die Hauptverkehrsstraße Finthens führt den Besucher einmal quer durch den Ort.

Innerorts kann man bei vielen Bauern direkt auf dem Hof frisches Obst und Gemüse kaufen.

"Und wo wohnst du?" – "In Finthen." Oft wird man bei dieser Antwort nur müde belächelt. Doch was macht das Leben in Finthen aus? Über den Stadtteil, der Tradition und Moderne verbindet.

Der Mainzer Stadtteil Finthen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Anhand der vorhandenen geschichtlichen Daten lässt sich rekonstruieren, dass bereits vor 4.000 Jahren Menschen an dieser Stelle gelebt haben.

Den Namen bekam das Viertel von den Römern, denn diese erbauten um 500 v. Chr. ein circa acht Kilometer langes Aquädukt quer durch das heutige Finthen hindurch. Die heute noch erhaltenen Römersteine geben eine Ahnung von den gewaltigen dreißig Meter hohen Pfeilern, die dieses Aquädukt stützten. "Ad fontes" nannten die Römer den Stadtteil, was so viel bedeutet wie "an den Quellen".

Wie der Name schon vermuten lässt, fließen auch heute noch viele Flüsse durch Finthen, der Aubach ist nur einer von ihnen.

Lange Tradition

Auf eine lange Tradition kann Finthen auch bei seinem berühmten Spargel zurückblicken. Landwirtschaft wurde in Finthen schon im Mittelalter im großen Stil betrieben. Damals lebten die Menschen vom Obst-, Gemüse- und Getreideanbau. 

Das durch die Landwirtschaft geprägte Finthen ist heute noch ein ländlicher Vorort, der auch vom Land in die Stadt gezogenen Studenten ein Gefühl der Heimat schenken kann. 

In den vergangenen Jahren wurde der Vorort allerdings modernisiert. Es entstanden Wohngebiete, wie zum Beispiel Katzenberg oder Römerquelle. Kindergärten, Schulen und ein direkter Anschluss an die Autobahn machen den kleinen Vorort für viele Familien interessant. 

Nachtleben? Fehlanzeige!

Wer in Finthen jedoch abends richtig feiern gehen möchte, der wird etwas länger suchen müssen. 

Auch hier scheint der ländlich geprägte Charakter wieder durch. Es gibt zwar einige Bars und Kneipen, allerdings laden diese den Besucher eher ein, sich gemütlich bei einem Bier oder Wein zu unterhalten.

Dafür hat Finthen kulinarisch viel zu bieten. Onlineportale bewerten die Restaurants als abwechslungsreich und auch gehobene Küche lässt sich hier finden. Das "Il Mondo" zählt sogar zu den 10 besten Restaurants in Mainz. 

Freizeit: Natur pur

Die verwinkelten Gassen, das alte Rathaus und die im 19. Jahrhundert erbaute Martinskirche laden ein, tagsüber durch Finthen zu streifen und die Zeit zu vergessen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass man im Hof der ansässigen Bauern noch frisches Obst, Gemüse und Eier kaufen kann. Zwischen den Feldern und Obstplantagen rund um Finthen lässt es sich ebenfalls angenehm den Tag verbringen.

Wer lieber etwas Aktion haben möchte, ist bei den "7 Weihern" gut aufgehoben. Über Stock und Stein kann man hier sowohl wandern, als auch mit dem Fahrrad die Natur erleben. Viele Wege und angezeigte Routen verlaufen kreuz und quer durch das gesamte Rheingold-Gebiet. Zu einer kurzen Verschnaufpause oder einem Picknick laden die vielen Grünflächen ein.

Übersicht

Entfernung zur Uni: 10 Minuten von der Haltestelle Katzenberg, 15 Minuten von der Haltestelle Borngasse und 17 Minuten von der Haltestelle Römerquelle

Anbindung ÖPNV: Buslinien: 55, 56, 71, 90 (Nachtlinie), Straßenbahnlinien: 50, 51

Mietspiegel: 8,98 Euro - 11,60 Euro/qm

Grünflächen: Rheingold-Gebiet, Felder und Plantagen rund um Finthen

Nachtleben: einige Kneipen, z.B. Finthener Eck, Bellini Bar und Gasthaus Hotel Adler; kein Clubleben

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