Kundgebung für 100% Ökostrom an der Uni Mainz

04.12.2019
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Am Mittwoch überreichte die HSG Politik und Gesellschaft Unipräsident Georg Krausch und Kanzlerin Kreutz-Gers (unten links) ihren offenen Brief. Darin fordern sie die ausschließliche Versorgung der JGU Mainz mit Ökostrom ab 2020.

Die HSG Politik und Gesellschaft fordert in einem offenen Brief, die JGU Mainz nur mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Bei einer Kundgebung am Mittwoch adressierte sie die Universitätsleitung.

Am Mittwoch, 4. Dezember, versammelte sich eine Gruppe Studierender am Forum der Johannes Gutenber-Universität Mainz (JGU) zu einer Kundgebung. Dazu aufgerufen hatte die Hochschulgruppe Politik und Gesellschaft Mainz. Sie beabsichtigte, Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch und der Kanzlerin der Universität Dr. Waltraud Kreutz-Gers einen offenen Brief zu überreichen, der fordert, die Universität ab 2020 ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen.

Unterstützung für mehr Ökostrom

Aktuell beziehe die Universität bereits rund 85 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien, so die Initiatorinnen der Aktion. Indem auch die verbleibenden 15 Prozent aus Ökostrom bezogen werden, stelle die Universität als wissenschaftliche Institution ein Vorbild für den Rest der Gesellschaft dar, wofür sie auch eine Verantwortung trage.

Unterstützer:innen unterschiedlicher, teilweise studentischer Gruppierungen wie den Students und Scientists for Future Mainz, des Allgemeinen Studierendenausschusses der Uni Mainz, der Linken Liste Mainz, den Jusos Mainz und der Bürgerenergiegenossenschaft Urstrom Mainz leisteten Redebeiträge zu den Auswirkungen, die der Klimawandel global auf Mensch und Planeten hat.

Fehlende Gelder vom Land bremsen Klimaschutz aus

Überreicht wurde der offene Brief, der durch eine Online-Peition mehr als 3300 Unterstützer:innen fand, in der Alten Mensa der JGU. Universitätspräsident Krausch und Kanzlerin Kreutz-Gers begrüßten das Engagement der Studierenden. "Als man damit auf mich zukam, passte das sehr gut zu unseren Überlegungen über einen nachhaltigeren Campus. Wir möchten ein Konzept erarbeiten und das gerne mit Ihnen diskutieren", so Kreutz-Gers. Im Zentrum eines solchen Konzepts stehe nicht nur die Versorgung der Universität mit Ökostrom, sondern auch der Bau energieeffizienterer Gebäude und der Verkehr auf dem Campus, wodurch noch mehr CO₂-Emissionen eingespart werden könnten.

Beide betonten jedoch, dass die Universität zu Abstrichen bei klimaschützenden Maßnahmen gezwungen sei: "Der Bildungshaushalt ist seit Jahren gleich geblieben, und Sie kennen die Entwicklung des Strompreises. Da muss man Prioritäten setzen, wenn man den Strom, mit dem die Universität versorgt wird, schon aus dem Personalbudget bezahlen muss", so Krausch zum Ende der Veranstaltung.

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