"Inter geht MZ brenn!"

04.04.2015
Campus-News, Wohnen
ml

Bunte Farbstreifen auf der Seitenfassade in Richtung Saarstraße.

Farbeimerdeckel im ehemaligen Kinosaal des Wohnheims.

"Rührwerkzeug" für Farbe

Polizisten bei der Sicherstellung eines Farbeimers.

Unbekannte haben aus Protest gegen die Schließung des Inter1 in der Nacht vom 3. auf den 4. April einen rund zwölf Meter hohen Schriftzug auf der Seitenfassade des Wohnheims auf dem Campus angebracht.

Wer über den Campus läuft, kann den sich über vier Stockwerke reichenden Schriftzug nicht übersehen. In großen roten Lettern steht dort jetzt geschrieben "Inter geht MZ brenn!". Das fast 60 Jahre als Wohnheim fungierende Gebäude wird derzeit geschlossen und soll ab September diesen Jahres in ein Medienhaus umgebaut werden.

Proteste gegen Schließung

In den vergangenen Monaten hatten Studierende aus der Wohnheimvertretung des Inter1 unter anderem mit einem Demonstrationszug über den Campus und Unterschriftenlisten gegen die Schließung protestiert. Jetzt rätseln die verbliebenen Bewohnerinnen und Bewohner des Inter1 und des nahe gelegenen Inter2 darüber, wer in der vergangenen Nacht mit Farbeimern bewaffnet auf dem Dach des Gebäudes war.

Noch rund 50 Studierende im Haus

Die Hausmeister des Studierendenwerks bemerkten die Aktion erst am Samstag um 14:30 Uhr und informierten die Polizei. Die herbeigeeilten Beamten begutachteten das Haus zuerst von außen und sprachen mit den Hausmeistern über mögliche Urheber. "Es leben derzeit noch rund 50 Studierende im Haus", erklärte der zuständige Hausmeister und bot der Polizei an, ihnen eine komplette Liste der verbliebenen Studierenden im Haus zukommen zu lassen. Der leitende Beamte des vierköpfigen Polizeiteams bat jedoch nur nach einer Liste derjenigen, die einen Schlüssel zum Dachgeschoss des Wohnheims besitzen. Außerdem berichtete der Hausmeister, dass er und der stellvertretende Geschäftsführer des Studierendenwerks Dieter Laukhardt, nach einer Unterredung mit der Wohnheimvertretung am vergangenen Donnerstag "verdächtige Farbeimer und Abtönfarbe" an den Fahrstühlen gesehen hätten.

Farbeimer sichergestellt

Auf dem Dach fanden Hausmeister und Polizei eine größere Anzahl an Malutensilien im ehemaligen Kinosaal des Wohnheims und stellten einen Eimer als Beweismittel sicher. Alle Anwesenden waren überrascht und beeindruckt in welcher Art und Weise der Schriftzug in dieser Höhe angebracht wurde. Darüber hinaus begutachteten die Polizisten die auf der gegenüberliegenden Seitenfassade in Richtung Saarstraße angebrachten Farbstreifen. Ob der Schriftzug und die Farbstreifen vor dem Umbau zum Medienhaus noch entfernt oder überpinselt werden, ist derzeit noch unklar.

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