Gutenberg gestürzt

24.04.2015
Campus-News
ml

Feiernde sitzen gegen 2:45 Uhr auf dem Sockel der Gutenbergstatue. Die Büste steht nach dem Sturz einige Meter dahinter.

Mitarbeiter der Abteilung Technik transportieren die Gutenbergbüste ab.

Verzurrt auf einer Holzpalette wird Gutenberg nun einige Tage in einer Halle der Abteilung Technik auf dem Campus stehen.

Für viele Leute, die heute morgen auf den Campus kamen, war dieser Anblick etwas überraschend.

Schwer zu identifizierendes "Kabel" mit dem die Büste wohl zwischen 1:30 Uhr und 2:30 Uhr vom Sockel gerissen wurde. Was ist das?

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde während der Semestereröffnungsfete die Gutenbergstatue im Forum der Universität von ihrem Sockel gestürzt.

Tausende Studierende und andere Gäste feierten in der vergangenen Nacht auf der Semestereröffnungsfete des AStA auf dem Campus. Bei gutem Wetter und angenehmen Temperaturen fand die Party nicht nur in Studihaus, Muschel, Baron und Kulturcafé statt, sondern viele tranken und feierten im Freien.

Zwischen 1:30 Uhr und 2:30 Uhr machten sich dann einige noch Unbekannte an der Gutenbergstatue im Forum zu schaffen. Das Hilfsmittel, mit dem Gutenberg vom Sockel gestürzt wurde, ließen sie zurück: ein schwer zu identifizierendes "Kabel" hatten sie anscheinend um die Büste geschlungen, um diese aus der leichten Verankerung mit Teerpappe zu reißen. Am Boden hinterließ Gutenberg einen gut erkennbaren Einschlagkrater.

In den frühen Morgenstunden nutzten die Anwesenden den Sockel dann noch als Sitzgelegenheit und machten Fotos mit dem sonst oben trohnenden Gutenberg, der nun einige Meter hinter dem Sockel stand.

Am darauffolgenden Morgen gegen 10 Uhr war die Abteilung Technik der Universität mit einem Bagger zur Stelle, um die Büste abzutransportieren. Ein Steinmetz wird sie nun in den kommenden Tagen auf eventuelle Schäden untersuchen. Außerdem soll die Situation möglicherweise auch gleich zur Restauration der Statue genutzt werden, erklärten die Mitarbeiter der Technikabteilung. Nach Rückkehr der Statue solle diese dann im Sockel verankert werden. Wie lange es dauert, bis die Statue wieder an ihrem Platz stehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Der Kulturreferent des AStA, Michel Kleinschnieder, kommentierte den Vorfall wie folgt:

Ich finde es tatsächlich nicht lustig. Durch diese Chaoten stehen Kulturveranstaltungen von der Größe der SÖF auf der Kippe, nachvollziehbarerweise möchte die Universität ungerne ihren Campus verwüstet sehen. Wer auch immer etwas gesehen hat, bitte, bitte wendet Euch an Polizei, Uni oder den AStA. Es geht uns alle an, es sei denn, es werden keine Uni-Partys mehr gewünscht...

Die Universität teilte über ihre Pressestelle mit, das von ihrer Seite bis jetzt keine Anzeige bei der Polizei erstattet worden sei.

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