"Freie Liste Uni Mainz" - neue Hochschulgruppe gegründet

02.05.2017
Studium, Campus-News
hr

Die Mitglieder der neu gegründeten Hochschulgruppe "Die Freie Liste Uni Mainz".

Diese Schlagworte sollen den Kern der Politikarbeit bestimmmen.

Die Parteienlandschaft auf dem Campus ist um eine Liste* reicher. Mit der Gründung der Hochschulgruppe "Freie Liste Uni Mainz" (FL) nimmt eine neue, parteiungebundene Politikgruppe ihre Arbeit auf.

Campus Mainz hat die Gründungsveranstaltung der Freien Liste besucht. Bei Nieselregen wurden unter zwei Pavillon-Zelten die Satzung verabschiedet und alle Posten der neuen Hochschulgruppe besetzt. Rund 20 Postenträger und Interessierte waren beim ersten Zusammenkommen dabei.

Wir haben bei den Gründungsmitgliedern nachgefragt: Herausforderungen, politische Ziele und der Name aus Liechtenstein. Die zentralen Fragen rund um die politischen Newcomer stellen wir gebündelt vor und beantworten sie.

Wie ist die Idee entstanden, mit der "Freien Liste Uni Mainz" eine neue Hochschulgruppe zu gründen?

Alle Vorstandsmitglieder der noch jungen Hochschulgruppe eint eine Sache: Sie haben im vergangenen Semester regelmäßig Sitzungen des Studierendenparlaments (Stupa) besucht und sind dabei enttäuscht worden von der aktuellen Hochschulpolitik. Zu stark an Parteien gebunden seien die Hochschulgruppenvertreter auf dem Campus, kritisiert der Vorsitzende Patrick Keipert.

Bisher konnte die Gruppe dem Treiben der etablierten Gruppen im Stupa nur zuschauen und sich mit Redebeiträgen einbringen. Über 50 Anfragen haben die politisch Interessierten aus ihrer Beobachterrolle bisher gestellt (siehe Anhang). Das reichte ihnen aber nicht aus. Um zukünftig stimmberechtigte Mitglieder in der Studierendenvertretung zu sein, gründeten sie die Freie Liste.

Was sind Ziele, Ideen und Visionen der neuen Gruppe?

Die Präambel der Satzung der Freien Liste unterstreicht, worum es der neuen Gruppe geht. Die Freie Liste erklärt darin, sie verstehe sich als parteiunabhängige Studi-Vertretung. Ohne parteipolitische Grabenkämpfe möchten die Politiknovizen versuchen, im Sinne der Studierendenschaft zu entscheiden.

"Wir werden uns auch Vorschlägen von der politischen Konkurrenz anschließen, solange sie sinnvoll und gut begründet sind", sagt Keipert. Aber auch an konkreten, eigenen Vorstellungen mangelt es nicht. So moniert die Freie Liste immer steigende Wohnheimpreise und den ihrer Ansicht nach unverhältnismäßig hohen Semesterbeitrag. Auch die Absage des AStA-Sommerfestes und den Wegfall der Buslinie 69 stößt den Mitgliedern auf. Für die kritisierten Themen möchte die Gruppe schon bald eigene Lösungsansätze präsentieren.

Listengründung – und wie geht’s weiter?

Auf die Gründung folge in den nächsten Wochen die genaue, inhaltliche Themenauseinandersetzung. Dazu werde zeitnah eine Vorstandssitzung stattfinden. "Der Wahlkampf für die Wahl des Studierendenparlaments (29. Mai bis 1. Juni; Anm. d. Red.) will organisiert werden, einzelne Flyer werden wir wohl noch drucken", erzählt Dennis Klimmek aus dem Vorstand.

Die einzelnen Listenplätze hat die Gruppe schon auf ihrer Gründungsveranstaltung verteilt. Neben Wählern werden aber auch neue Mitglieder gesucht. Die Herausforderung dabei: Mit beschränkten finanziellen Mitteln, den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Auch wenn die Gruppe bislang ohne politische Hochschulerfahrung ist, zählt die Vorstandsriege auf ihre langjährige Erfahrung in den Heimvertretungen der Wohnheime.

"Freie Liste", das ist der Name einer Partei aus Liechtenstein. Was verbindet die Mainzer Hochschulgruppe mit der ökologischen Partei aus dem Fürstentum?

Außer dem Namen rein gar nichts. Die Freie Liste Uni Mainz sei an keine Partei gebunden und habe ihre Überparteilichkeit mit dem Wort "frei" betonen wollen.

Wo die politische Reise ansonsten hingeht, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Zumindest einen Ehrenvorstand hat die Gruppe schon. Nach Satzung sind alle Gründungsmitglieder zugleich Teil des Ehrenvorstands auf Lebenszeit. 

 

*Anm. d. Red.: In einer früheren Version des Artikels wurde die Freie Liste fälschlicherweise als "Partei" bezeichnet.

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