FILMZ wird volljährig

02.11.2019
Freizeit
jmi & ch

Zum 18. Mal kommen bei FILMZ die Neuheiten aus der deutschen Filmlandschaft zusammen.

Die Festivalleiter David Münch (links außen) und Lorenz Wurding (recht außen) begrüßen zusammen mit dem Oberbürgermeister Michael Ebling und der Kulturdezernentin Marianne Grosse das Publikum.

Mariko Minoguchi führt vor der Vorführung kurz in ihren Film „Mein Ende. Dein Anfang.“ ein.

Julius Feldmeier, Julian Krubasik, Trini Götze und Mariko Minoguchi (v.l.n.r.) stellen sich nach der Vorführung ihres Films "Mein Ende. Dein Anfang." den Fragen des Publikums.

Julius Feldmeier, Julian Krubasik, Trini Götze und Mariko Minoguchi (v.l.n.r.) stellen sich nach der Vorführung ihres Films "Mein Ende. Dein Anfang." den Fragen des Publikums.

Julius Feldmeier, Julian Krubasik, Trini Götze und Mariko Minoguchi (v.l.n.r.) stellen sich nach der Vorführung ihres Films "Mein Ende. Dein Anfang." den Fragen des Publikums.

Julius Feldmeier, Julian Krubasik, Trini Götze und Mariko Minoguchi (v.l.n.r.) stellen sich nach der Vorführung ihres Films "Mein Ende. Dein Anfang." den Fragen des Publikums.

Der Frankfurter Hof öffnete am 1. November die Türen für Festivalbesucher:innen und Filmgäste. Im Anschluss an den Eröffnungsfilm blieben noch viele Besucher:innen zum Meet and Greet.

Die Festivalleitung Lukas Dominik, David Münch und Lorenz Wurding (hintere Reihe v.l.n.r.) und die Filmgäste Julius Feldmeier (hinten rechts), Mariko Minoguchi, Trini Götze und Julian Krubasik (vordere Reihe v.l.n.r.).

Das Meet and Greet bietet Gelegenheit zum Gespräch mit den Filmgästen.

Am 1. November fiel im Frankfurter Hof in Mainz der Startschuss für das 18. FILMZ-Festival. Mariko Minoguchis Langfilm-Debüt "Mein Ende. Dein Anfang." eröffnete das Programm der Festivalwoche.

"FILMZ wird volljährig!" Mit diesen Worten leiteten die Organisatoren am Freitag die 18. Edition des Mainzer Festivals des deutschen Kinos ein, das in den kommenden Tagen mit verschiedenen Veranstaltungsorten die Innenstadt einnehmen wird. Bis zum 8. November haben Besucher:innen die Gelegenheit, die neusten Produktionen der deutschen Filmlandschaft kennenzulernen und für ihren favorisierten Lang-, Mittellang-, Kurz- und Dokumentarfilm in den entsprechenden Wettbewerben abzustimmen. Zudem werden auch in diesem Jahr wieder Filmemacher:innen aus der Rhein-Main-Region in den Wettbewerben für lokale Kurzfilme und 55FIMLZ repräsentiert. Neu im Programm ist das Screening der nominierten Filme in der SI STAR-Shortlist, die die Arbeit von Regisseurinnen im deutschsprachigen Raum auszeichnet.

Der gelbe Teppich ist ausgerollt

Als eine Viertelstunde vor Veranstaltungsbeginn im Frankfurter Hof ein Besucher die lichten Stuhlreihen mit "Bei FILMZ ist es nie so voll" abtat, hatte er wohl nicht mit den nachfolgenden Menschenmassen gerechnet, die dann doch noch über den gelben Teppich pünktlich den Saal füllten. Nach der Begrüßung durch die Festivalleiter Lorenz Wurdinger und David Münch betraten auch Oberbürgermeister Michael Ebling und Kulturdezernentin Marianne Grosse die Bühne und beantworteten eine Reihe persönlicher Filmfragen: Für Herrn Ebling übertrifft kein Film "Die fabelhafte Welt der Amelie". Die Stadt Mainz und Sponsoren verhelfen v.a. durch finanzielle Unterstützung dem Festival zu seinem Bestehen, realisiert wird es durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der FILMZ e.V., die ein Jahr intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt sind, wie der dritte Festivalleiter Lukas Dominik erzählte. Auch Alexandra Staib, Gewinnerin des Wettbewerbs Mittellanger Film bei FILMZ 2015 und des Student Academy Awards im gleichen Jahr mit "Sadakat", richtete als diesjährige Festivalpatin einige Worte an das Publikum.

"Mein Ende. Dein Anfang."

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Regisseurin und Drehbuchautorin Mariko Minoguchi hieß es "Film ab!" für ihr Langfilm-Debüt "Mein Ende. Dein Anfang." Darin entwickelt sich auf verschiedenen Zeitebenen und aus mehreren Perspektiven die Geschichte von Aron, Nora und Natan, deren Wege sich auf verhängnisvolle Weise kreuzen. Begleitet wird die Handlung von den philosophischen Ansichten Arons zu Zufall und Determinismus, die den Zuschauer:innen die Grundlage zum Verständnis der Zusammenhänge bietet. Der im Programmheft als "romantische Schicksalstragödie" beschriebene Film glänzt durch großartige schauspielerische Darbietungen und ein intelligentes Drehbuch, wodurch es zu einem packenden und emotionalen Kinoerlebnis wird. Letzteres ist auch, was Minoguchi mit diesem Film in erster Linie verfolgte, wie sie in der nachfolgenden Fragerunde erläuterte: ein Film, den man gerne im Kino anschaut. Produzentin Trini Götze, Kameramann Julian Krubasik und Hauptdarsteller Julius Feldmeier (bekannt u.a. aus "Babylon Berlin") stellten sich ebenso auf der Bühne den Fragen des Publikums. "Mein Ende. Dein Anfang." ist ab dem 28. November in den deutschen Kinos zu sehen.

55FILMZ geht in die zweite Runde

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr können auch diesmal wieder regionale Filmemacher im Wettbewerb 55FILMZ ihr Können und ihre Kreativität vor einem Publikum unter Beweis stellen. Die teilnehmenden Teams, die sich noch bis zum 4. November zum Wettbewerb anmelden können, haben 55 Stunden Zeit, einen eigenen Film zu produzieren. Dabei soll jeder Film drei Motive enthalten, die zum Startschuss am 4. November um 13 Uhr im Valencia-Zimmer des Mainzer Rathauses bekanntgegeben werden. 2018 wurden acht Filme mit den Motiven "Mainz", "Western"“ und "7" eingereicht. Auch dieses Jahr erhoffen sich die Veranstalter eine rege Teilnahme, die Beiträge werden am 08. November im "Schick & Schön" gezeigt und zur Abstimmung freigegeben.

FILMZ als Raum für Begegnung und Dialog

Nicht nur die Kür der Wettbewerbsgewinner durch das Publikum macht FILMZ zu einem Publikumsfestival. Die Veranstaltung soll auch eine Plattform für Begegnung und Dialog zwischen Festivalbesucher:innen, Filmemacher:innen und Filmgelehrten bieten, so zum Beispiel im Rahmen des Filmzirkels (Austauschplattform), der Gong-Show (Hobby-/Trash-Film Wettbewerb um die "exground-FILMZ-Gurke" mit dem Motto "Je trashiger, desto besser.") oder des Symposiums (Thema "Der Körper im Spannungsfeld zwischen Privat und Porno"). Aber auch vor und nach den Filmvorführungen können Besucher:innen die einmalige Gelegenheit nutzen und das Gespräch mit den anwesenden Filmgästen suchen, denn "dafür sind wir ja hier", wie Minoguchi beteuerte.

Campus Mainz e.V. unterstützen!

Campus Mainz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und die meiste Arbeit ist ehrenamtlich. Hilf uns dabei auch in Zukunft tolle Dienste für alle kostenlos anzubieten. Unterstütze uns jetzt!