FILMZ-Festival 2020 on demand gestartet

07.11.2020
Freizeit
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Das FILMZ-Festival startete am 5. November mit dem Eröffnungsfilm "Lichter der Stadt" und endet am 14. November.

Wegen der Corona-Pandemie wurde das Festival auf alleskino.de digitalisiert. Den Anfang machte am 5. November der Film "Lichter der Stadt", dessen Regisseur zum Online-Nachgespräch eingeladen hatte.

Zwar mussten alle Kinos aufgrund der Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab dem 2. November bis mindestens Ende des Monats schließen, aber das FILMZ-Festival findet trotzdem vom 5. bis 14. November statt. So startete das 19. FILMZ-Festival am 5. November unter anderen Umständen, aber durch die digitale Ausweichmöglichkeit auf alleskino.de wurde den Filmschaffenden trotzdem die Möglichkeit gegeben, ihre Werke zu präsentieren.

Kinofeeling für Zuhause

Dieses Jahr ist das Programm digital auf alleskino.de on demand verfügbar. Um die Filme auf alleskino.de ansehen zu können, muss der jeweilige Film ausgeliehen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 4,99 Euro pro Film. Danach kann der Film 48 Stunden lang angesehen werden.

Jedoch ist der Zugang zu den Filmen limitiert, da das Gefühl eines virtuellen Kinosaales vermittelt werden soll. Somit bekommen pro Film nur 315 Personen die Chance, diesen zu sehen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Publikumsabstimmung vergleichbar ist, zu den in den letzten Jahren.

Dieses Jahr gibt es sowohl wieder Wettbewerbe in den Kategorien Dokumentar-, Lang- und Kurzfilm als auch in der Kategorie lokaler Kurzfilm, Langfilm und andersARTIG. Auch ein Symposium ließ sich digitalisieren – dieses Jahr wird es sich mit den Filmen von Rainer Fassbinder beschäftigen.

Aufgrund der aktuellen Geschehnisse infolge der Corona-Pandemie hat sich das FILMZ-Team jedoch dazu entschieden, den Wettbewerb 55FILMZ in das kommende Jahr 2021 zu verlegen. Bei diesem Wettbewerb können regionale Filmemacher:innen innerhalb von 55 Stunden ihren eigenen Film drehen. Dabei sollen drei vorab vom FILMZ-Team festgelegte Motive in den Film eingebaut werden.

Kulturangebote trotz Corona-Pandemie möglich

Eines der Mitglieder des FILMZ-Festivals, Lukas M. Dominik, sieht den Ausfall der Veranstaltungen vor Ort als Verlust an. Dennoch ist er froh, dass das FILMZ-Team den Filmemacher:innen durch das digitale Angebot die Möglichkeit geben kann, "ihre Geschichten zu erzählen."

Vor der offiziellen Eröffnung des Festival lobte Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, die Organisation des Festivals: Trotz der derzeitigen Verschärfung der Corona-Maßnahmen biete das FILMZ-Festival  "den Nachwuchstalenten eine Bühne, auf der sie ihre Ideen präsentieren können".

Auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling betont, dass es gerade in diesen Zeiten wichtig sei, kulturelle Angebote wahrnehmen zu können, auch durch digitale Formate.

"Lichter der Stadt"

Waren die Begrüßungsworte von Malu Dreyer und dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling bereits im Vorfeld verfügbar, so wurde das Festival schließlich offiziell am 5. November um 20 Uhr durch den Langfilm "Lichter der Stadt" eröffnet.

Der Film beleuchtet einen Abend des jungen Joscha, der in Köln das erste Mal Drogen konsumieren möchte, doch auf dem Heimweg durch Begegnungen von Freunden davon abgehalten wird. Das Besondere an diesem Film ist, dass der Film komplett schnittlos gezeigt wird. Daraufhin konnten Interessierte ab 22 Uhr in einer Videokonferenz mit dem Regisseur, Malte Wirtz, über seinen Film diskutieren. Das Gesprächsformat wurde bisher traditionell vor Ort umgesetzt und nun für viele weitere Filme digitalisiert.

"Girl meets Boy" und "Masel Tov Cocktail"

Für die Festivaleröffnung vor Ort am 6. November waren zudem die Filme "Girl Meets Boy" und "Masel Tov Cocktail" vorgesehen. Beide konnten auf alleskino.de auch online zugänglich gemacht werden. So startete der zweite Abend des FILMZ-Festivals am 6. November mit den ersten beiden Anwärtern im Wettbewerb des Mittellangen Films.

Der Film "Girl meets Boy" dreht sich um die Leben der zwei Protagonist:innen Gwen und Ben, die in der Nähe zueinander Trost finden. Der Regisseur Ferdinand Arthuber erzeugt durch seine stark verdeutlichende Bildsprache eine äußerst intime Atmosphäre, die sich durch den ganzen Film zieht.

Dagegen handelt der Film "Masel Tov Cocktail" von Antisemitismus und Konfessionstreue im Ruhrgebiet. Die Regisseure Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch stellen einen russischen, jungen Juden dar, der im Zwiespalt zwischen seiner Selbstwahrnehmung, der Vorstellungen innerhalb der Gesellschaft und der seiner Familie steht.

Das FILMZ-Festival des deutschen Kinos läuft noch bis zum 14. November. Bis dahin wird der Wettbewerb in den jeweiligen Kategorien durch ein Publikumsvoting entschieden, das die Gewinner:innen schließlich mit Preisgeldern, Prestige und Trophäen würdigt.

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