Bundesministerium fördert Forschungsprojekt zu abhörsicherer Kommunikation

03.11.2018
Campus-News
fk

Das Smartphone ist das immer griffbereite Mittel um zu kommunizieren, doch gibt es immer wieder Bedenken, wie sicher private Daten vor anderen geschützt sind.

Das Verbundprojekt Quanten-Link-Erweiterung erforscht die Möglichkeiten abhörsicherer Kommunikation mit Hilfe der Quantentechnologie.

Im Zeitalter der Digitalisierung gewinnen Datensicherheit und sichere Kommunikation zunehmend an Bedeutung. Die Quantenkommunikation gilt als vielversprechender Ansatz, das zu gewährleisten. Das Verbundprojekt Quanten-Link-Erweiterung (Q.Link.X) widmet sich diesem Vorhaben und wird in den nächsten drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 14,8 Millionen Euro gefördert. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist an dem Projekt beteiligt.

Wichtiger Schritt in der Nachrichtenverschlüsselung

Die Quantenkommunikation nutzt Quantenzustände als Informationsträger, die aufgrund physikalischer Gesetze weder kopiert noch unbemerkt mitgelesen werden können.
Bei der Übertragung der Quanteninformation kommt es zum heutigen Stand noch zu unvermeidbaren Leitungsverlusten, wodurch die Übertragungsstrecken auf unter 100 Kilometer begrenzt sind. Mit Quantenrepeatern soll diese Grenze ohne Sicherheitseinschränkungen überwunden werden.
Die Gelder bekommt das Projekt im Rahmen des Programms Quantentechnologie – von den Grundlagen zum Markt der Bundesregierung. Erstmals soll auf diesem Gebiet die Forschung systematisch vorangetrieben werden.

Das zugehörige Teilprojekt der JGU wird sich sowohl experimentell als auch theoretisch mit der Quantenkommunikation befassen. Es soll dazu beitragen "die erreichbaren Leistungen der drei in Q.Link.X untersuchten Plattformen im Hinblick auf die  zukünftigen Anwendungen vergleichen zu können.", so die Mainzer Projektleiter Prof. Dr. Peter van Loock und Prof. Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler vom Institut für Physik.

24 Partner sind Teil von Q.Link.X

Im Q.Link.X-Verbund haben sich insgesamt 24 Partner aus Forschungseinrichtungen von Universtäten bis zu Industrielabors zusammengefunden.
Neben dem BMBF beteiligen sich das Wirtschafts-, das Innen- und das Verteidigungsministerium mit eigenen Maßnahmen an dem Programm.

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