Blick über den Campusrand: Elite-Unis und Schuldenfalle Studium

03.10.2018
Studium
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Studienkredite und Studienkosten sind auf vielen Campussen der Welt ein Thema.

Normalerweise berichten wir über Ereignisse auf unserem Campus in Mainz. Doch es gibt auch Entwicklungen, die die Studierenden deutschland- und weltweit beschäftigen.

Die besten Unis sind in den USA und dem UK

Wie das Fachmagazin für Labor und Analytik Laborpraxis berichtet, hat das Unternehmen QS sein jährliches Universitätsranking veröffentlicht. Wie schon seit sieben Jahren steht auch diesmal wieder das Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit 100 von 100 Punkten an der Spitze, vor der Stanford University, der Harvard University, dem California Institute of Technology (Caltech) und der University of Oxford.

Die JGU findet sich in dem QS-Ranking übrigens auf Platz 407 wieder und liegt damit deutschlandweit auf Platz 26. Insgesamt stehen die deutschen Universitäten in dem Ranking nicht ganz vorne, vielmehr sind "die fünf besten deutschen Universitäten erst auf den Plätzen 61 bis 121 verteilt".

Schuldenkrise bei amerikanischen Studis

Dass die Studierenden an amerikanischen Unis für Qualität hohe Studiengebühren zahlen müssen, bestätigt auch die New York Times mit einem Bericht. Demnach haben US-Bürgerinnen und Bürger zurzeit insgesamt rund 1,4 Billionen US-Dollar Schulden in Studienkrediten, die durchschnittlichen Schulden der Studierenden bei staatlichen Kreditprogrammen blieben in den letzten Jahren bei knapp 30.000 US-Dollar.

Dies liegt anscheinend jedoch nicht an sinkenden Studiengebühren und -kosten, sondern lediglich daran, dass viele Studierende sich schlichtweg nicht noch mehr Geld vom Staat leihen können, da sie die Grenzen staatlicher Studienkredite bereits komplett ausgeschöpft haben. Das verschiebt das Schuldenproblem vermehrt auf die Eltern der Studierenden, die oftmals wiederum eigene Kredite aufnehmen müssen, um ihren Kindern das Studium zu finanzieren.

36% bereuen ihre Ausbildung

Ob sich ein Studium wirklich lohnt oder nicht, fragen sich jedoch nicht nur amerikanische Studierende, sondern auch deutsche. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete über eine aktuelle Vergleichsstudie, bei der Akademiker und Nicht-Akademiker befragt wurden "ob sie ihren Bildungsweg bereuen". Die Studie wurde vom Arbeitspsychologen Martin Kersting von der Uni Gießen durchgeführt und bestand aus 2068 Teilnehmer zwischen 25 und 65 Jahren, was somit keine aktuelle Entwicklung abbildet.

Die Anzahl der Befragten, die ihren Bildungsweg tatsächlich bereuen, ist jedoch überraschend hoch. 36% bereuen es, sich für eine Berufsausbildung entschieden zu haben, und 14% der Akademiker bereuen ihr Studium, so die Studie. Laut FAZ wurden die Befragten auch über ihre Motivationen für ihren Bildungsweg befragt. Hier nannten die Nicht-Akademiker deutlich öfter "Sicherheit" und "Rat der Eltern" als die Akademiker. Währenddessen betonten die Akademiker ihre Interessen und ihr Streben nach Selbstverwirklichung als Motivationen für ihr Studium.

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