Aufzüge für Brücke über die Saarstraße ab Sommer 2021

06.01.2021
Campus-News
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Die Fußgängerbrücke an der Saarstraße, welche den Friedrich-von-Pfeiffer-Weg und die Eichendorfstraße verbindet, wird nun voraussichtlich bis zum Sommer 2021 durch Aufzüge rollstuhlgerecht umgebaut.

Die Fußgängerbrücke an der Saarstraße auf der Höhe der Straßenbahnhaltestelle des Friedrich-von-Pfeiffer-Wegs wird bis zum Sommer 2021 rollstuhlgerecht umgebaut.

Die zwei Aufzugschächte, die derzeit an der Fußgängerbrücke beim Friedrich-von-Pfeiffer-Weg eingesetzt werden, sollen im Sommer 2021 in Betrieb gehen. Das berichtet die Pressestelle der Stadt Mainz auf Anfrage. Derzeit steht bereits der Rohbau der Aufzugschächte. Darauffolgend sollen die Fassaden- und Ausbauarbeiten sowie der Einbau der Aufzüge abgeschlossen werden. Das Gesamtbudget des Bauprojekts beträgt rund 1,5 Mio. Euro.

Die Fußgängerbrücke an der Saarstraße verbindet den Friedrich-von-Pfeiffer-Weg auf dem Universitätscampus der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) mit der Eichendorfstraße auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die barrierefreie Alternative zur Überquerung der Saarstraße, um unter anderem zu den Seminar- und Büroräumen des BKM-Gebäudes zu gelangen, ist momentan ein 1,5 Kilometer langer Umweg über die Haltestelle "Universität".

Beeinträchtigter Straßenbahnverkehr

Die Bushaltestelle auf der Münchfeldseite wird im weiteren Verlauf der Bauarbeiten nicht betroffen sein, versicherte die Pressestelle der Stadt Mainz. Jedoch wird die Einengung der Fahrspuren bis zum Ende der Bauzeiten bestehen bleiben, um die Sicherheit der Baustelle gewährleisten zu können.

Die Arbeiten auf der Campusseite stellten sich hingegen als deutlich schwieriger heraus. Da sich die Arbeiten in der Nähe der Straßenbahnstrecke und den zugehörigen Stromleitungen befinden, sei die Anlieferung von Teilen beeinträchtigt. Demnach und um den Straßenbahnverkehr nicht einzuschränken oder gar sperren zu müssen, wurden die Arbeiten auf die Nächte verlegt.

Aufgrund des Bauvorhabens wurde der Fahrradweg auf der Münchfeldseite verlegt und die stadtauswärts führenden Fahrbahnen der Straßenbahn an dieser Stelle verengt. Zudem war zwischen dem 17. und 19. November 2020 eine einspurige Sperrung der Saarstraße notwendig, um die Fertigteil-Elemente anliefern zu können. 

Seit 20 Jahren im Gespräch

Seit rund 20 Jahren wird über den Umbau der Fußgängerbrücke diskutiert. Unter anderem forderte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der JGU eine rollstuhlgerechte Fußgängerbrücke. Darauffolgend wurde über diverse Alternativen diskutiert. Schlussendlich konnte sich für den Bau von Aufzügen auf beiden Seiten der Brücke entschieden werden (campus-mainz.net berichtete).

Der Beginn des Bauvorhabens wurde seit 2017 jedes Jahr erneut angekündigt. Aufgrund von mehreren Verzögerungen musste der Bau immer weiter nach hinten verschoben werden. Laut der Ortsvorsteherin Karin Trautwein stellt die Brücke ein wichtiges Verbindungsstück zwischen dem Universitätscampus der JGU und dem Münchfeld mit den dortigen Studentenwohnheimen dar. Durch den Umbau der Fußgängerbrücke soll es auch Personen mit Behinderung ermöglicht werden, die Brücke überqueren zu können. 

Wieso ist der Umbau noch nicht abgeschlossen?

Unterschiedliche Gründe haben das lang geplante Bauvorhaben in den letzten Jahren immer weiter nach hinten verschoben. So musste die Stadt Mainz 2017 das Nachbar-Teilgrundstück erwerben, um mit dem Bauvorhaben starten zu können.

Des Weiteren habe die "übermäßig hohe" Auslastung der ansässigen Baufirmen zu Verzögerungen geführt, berichtet die Stadt auf Anfrage. Dies hätte es erschwert, ein geeignetes Bauunternehmen ausfindig zu machen. Als Hauptgrund für die problematische Vergabe des Bauvorhabens sieht die Stadt Mainz die schwer zugängliche, vierspurige Saarstraße an, die die Anlieferung von Bauteilen erschwert.

Zudem sei es für die ausgewählte Rohbaufirma problematisch gewesen, einen Hersteller für die Stahlbetonfertigteile zu finden, die notwendig für den Bau der Aufzugschächte sind. Laut Baudezernentin Marianne Grosse gab es nach der ersten Ausschreibung kein umsetzbares Angebot. Folglich wurde das Bauvorhaben erneut ausgeschrieben. Bei dieser zweiten Ausschreibung wurde sich für das ortsansässige Bauunternehmen Budau entschieden.

Der Pressestelle zufolge führen die verschärften Hygienemaßnahmen der Corona-Pandemie zu zusätzlichen Verzögerungen, da sich mehrere Baubeteiligte während des Bauvorhabens in Quarantäne begeben mussten. Zudem konnte in der Nähe oder auf dem Universitätsgelände kein Wasser-/Abwasseranschluss zur Verfügung gestellt werden. Die Pressestelle der Stadt Mainz hofft jedoch, dass die Corona-Pandemie den zukünftigen Verlauf des Bauvorhabens nicht weiter beeinträchtigt.

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