Aktionswoche gegen Rassismus

10.06.2014
Campus-News, Freizeit...
lc

Die feierliche Eröffnung des Festivals im Innenhof des Philosophicums.

Prof. Dr. Georg Krausch spricht zur Eröffnung

Kunst und Kultur des "festival contre le racisme" in den Hallen des Philosophicums

Der AStA und die Hochschulleitung der JGU laden im Rahmen des bundesweiten „festival contre le racisme“ vom 10.-13. Juni zu einer Aktionswoche mit Kunst, Kultur, Vorträgen und einer Ausstellung zum Thema „Opfer rechter Gewalt“ ein.

Am vergangenen Dienstag fand die Eröffnung der Aktionswoche "festival contre le racisme" und die Vernissage der Ausstellung "Opfer rechter Gewalt" von Rebecca Forner im Innenhof des Philosophicums statt.

Die Ausstellung porträtiert 169 Menschen, die seit der Wiedervereinigung 1990 rechter Gewalt zum Opfer gefallen sind. Manche mussten sterben, weil sie dem Feindbild Rechtsextremer entsprachen, andere weil sie den Mut hatten Widerstand zu leisten. Einige der Geschichten bewegten die Öffentlichkeit, anderen wurde kaum Beachtung geschenkt. Die Ausstellung gedenkt "allen" Opfern und gibt ihnen Namen und Gesicht.

Die rheinland-pfälzische Staatsekretärin im Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Vera Reiß, die auch an der Eröffnungsfeier teilnahm, ruft zum Besuch der Veranstaltungen und der Ausstellung auf. "Die Besucherinnen und Besucher werden ganz unmittelbar mit dem Leid konfrontiert, das Frauen und Männern widerfahren ist. Es ist genau diese Empathie, die wir brauchen, um rechtsextremistisches Reden und Handeln zu verhindern. Ich möchte allen Verantwortlichen herzlich danken und zum Besuch dringend ermuntern: Schauen Sie hin!"

Vertreter des AStA und Präsident eröffnen die Aktionswoche


Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, freut sich, die Aktionswoche gemeinsam mit dem AStA auszutragen. "Denn die Johannes Gutenberg-Universität Mainz steht für Vielfalt, Toleranz und Mitmenschlichkeit. Diskriminierende Haltungen gegenüber Personen auf Grund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer sexuellen Identität, extremistische und radikale Bestrebungen, antisemitische oder gegen andere Religionsgemeinschaften gerichtete Bestrebungen, ausländerfeindliche oder gegen Minderheiten gerichtete Ideologien finden an unserer Universität keinen Platz."

Auch Sophia Kuhnle, Christian Dimter und Dennys Jochum vom Arbeitsbereich für Politische Bildung des AStA und hauptverantwortlich für die Organisation der Aktionswoche waren bei der heutigen Eröffnung mit von der Partie. "Wir vom AStA freuen uns sehr, dass die Universität uns bei der Planung des "festival contre le racisme" so tatkräftig unterstützt hat. Wenn das Land Rheinland-Pfalz, die Universitätsleitung und wir als Vertreter und Vertreterinnen der Studierendenschaft uns so deutlich gegen Rassismus aussprechen, ist das ein klares Zeichen gegen Diskriminierung jeglicher Art, die bei uns auf dem Campus keinen Platz hat. Die 169 Menschen, die in der Ausstellung porträtiert werden, zeigen, dass Rassismus auch heute noch ein aktuelles Thema ist, und wir hoffen, dass wir einen Beitrag dazu leisten können, nationalistisches, sexistisches, homophobes und faschistisches Gedankengut in unserer Gesellschaft abzubauen. Aus diesem Grund freuen wir uns über jede Besucherin und jeden Besucher des Festivals, die mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Intoleranz setzen", erklärt Sophia Kuhnle.

Hintergrund des Festivals


Das "festival contre le racisme" ist Teil eines bundesweiten Aktionsmonat gegen Rassismus und Diskriminierung an Hochschulen und in der Gesellschaft. In ganz Deutschland organisieren Studierendenschaften Veranstaltungen, zeigen Ausstellungen oder stellen Musikfestivals auf die Beine. Vorbild ist der französische Dachverband der Studierenden (UNEF), der das „festival contre le racisme“ schon seit mehreren Jahren in Frankreich veranstaltet. In Deutschland koordiniert die Veranstalltung der freie zusammenschluss von studentinnenschaften (fzs) aus dem das Studierendenparlament der Uni Mainz in diesem Jahr den Austritt beschlossen hat (wir berichteten). Die Fortführung des "festival contre le racism" im nächsten Jahr ist fraglich.


Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

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