Habe den Mut, dich des P1 zu bedienen

20.02.2018
Freizeit
mgw

Welche Ängste schlummern unter diesen Masken? ©Fabian Groß

©Fabian Groß

Student Fabian Groß wird mit seiner Gruppe "Ego-Projekt Theater" sein eigenes Stück inszenieren. Danach will das Theaterkollektiv eine dauerhafte experimentelle Plattform für andere Studierende bleiben.

Endlich mal praktisch arbeiten

Ja, es gibt eine neue Theater-Hochschulgruppe an der Uni Mainz. Und nein, sie lässt sich von der Vielzahl der bereits bestehenden Gruppen nicht einschüchtern. 2017 entdeckten einige Studierende der Theaterwissenschaft im Rahmen des szenischen Projektes NARRAtio ihre Leidenschaft zur praktischen Theaterarbeit, die sie künftig gern vertiefen wollten. Darunter auch Fabian Groß, der seinen Kommilitoninnen und Kommilitonen einen dramatischen Text mit dem Titel Angst vorstellte, den er bereits im Vorjahr geschrieben hatte. Diese waren begeistert – gemeinsam gründeten sie das Kollektiv Ego-Projekt Theater, um den Text umzusetzen.

Tobt euch aus!

Zunächst werden sie Angst im April 2018 im P1 inszenieren. Danach aber sollen die Türen offenstehen für weitere Ideen und Mitwirkende. Das neue Kollektiv versteht sich als Plattform für theateraffine Leute, die praktische Erfahrungen sammeln und ausbauen möchten. Die Gruppe weiß, dass es viele Studierende ihres Fachs gibt, die später gern am Theater arbeiten wollen. Auf der Bühne des P1 geben sie ihnen die Möglichkeit, sich auszutesten und dabei aus Fehlern zu lernen, ohne ernsthafte Konsequenzen tragen zu müssen, wie es im künftigen Berufsleben der Fall wäre. Sie wollen auch eine organisatorische Basis bilden, wenn es beispielsweise um den bürokratischen Aufwand geht, den man als Hochschulgruppe betreiben muss.

Wenngleich die Gruppe zur Zeit ehrgeizig an ihrer Inszenierung für das kommende Sommersemester arbeitet, ruft sie jetzt schon auf für das Wintersemester 2018/19: Wer möchte sich ausprobieren als Dramaturg, Regisseur, Autor, Schauspieler, Ausstatter? Oder wer hat bereits eine zündende Idee für weitere Inszenierungen? Jedem soll die Chance geboten werden, sozusagen ein eigenes Ego-Projekt zu starten. Ziel ist es, im Laufe der Zeit ein festes Ensemble zu bilden, das stets Gastdarsteller willkommen heißt. Wessen Interesse jetzt schon geweckt ist, der kann sich per Mail an die Adresse egoprojekttheater@yahoo.com wenden.

Das Projekt Angst

Fabian Groß ist bereits vor und während seines Studiums literarisch tätig gewesen. Seine Texte rahmten im Sommer 2017 den szenischen Rundgang NARRatio durch die Mainzer Altstadt ein. Mit Angst greift er nun das titelgebende Thema auf: die Angst vor Veränderung. Wie ist Angst begründet und welche Aktionen ruft sie hervor? Und vor allem: Wie entsteht Extremismus, gerade in Zeiten der Migration? Wie verändert die Angst vor dem vermeintlich Unbekannten einen Menschen?

Die Angst wird in der Inszenierung Gestalt annehmen und demzufolge auch als Figur auftreten, mit der rechts- und linksgesinnte Menschen gleichermaßen umgehen müssen. Autor Fabian Groß hat selbst die Regie, die Ausstattung und die Hauptrolle übernommen. Er begreift sein Projekt als eine Herausforderung an die Gruppe, die ihr Arbeitsergebnis demnächst vorstellen wird. Am 30. April wird Angst im P1 seine Premiere erleben. Weitere Vorstellungen wird es am 1., 2. und 4. Mai geben.

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