AStA will Referat für Arbeiter:innenkinder gründen

15.05.2020
Campus-News
lki

Der AStA arbeitet an einem Referat für Kinder aus Nicht-Akademiker:innenfamilien und gegen Klassismus und ruft Studierende dazu auf, sich dabei zu engagieren.

Der AStA der JGU Mainz plant, ein Referat für Kinder aus Nicht-Akademiker:innenfamilien ins Leben zu rufen. Dafür sucht er bis zum 17. Mai 2020 Interessierte, die an diesem Projekt teilhaben wollen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der JGU Mainz verwaltet den Semesterbeitrag und beherbergt u.a. bereits fünf autonome Referate, um ausländische, queere und weibliche Studierende sowie Studierende mit Kindern, Behinderungen und chronischen Krankheiten zu unterstützen. Nun möchte der AStA darüber hinaus ein Referat "für Kinder aus Nicht-Akademiker:innenfamilien sowie gegen Klassismus" gründen. Dort sollen sich die Vertreter:innen "aktiv gegen Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft oder der sozialen Position einsetzen", heißt es in der Rundmail des AStA an alle Studierenden vom 7. Mai 2020. 

Neues Referat soll Klassismus entgegentreten

Laut der aktuellen 21. Sozialerhebung können sich Studierende aus Arbeiter:innenfamilien tendenziell weniger auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern verlassen und haben auch weniger Einnahmen zur Verfügung als die Kommilition:innen aus Akademiker:inennfamilien. Als Erste:r aus der eigenen Familie zu studieren, dürfe jedoch weder am Geldbeutel noch an den Berufswegen der Eltern scheitern, kritisiert der AStA. Sein Arbeitsbereich für Soziales hat deshalb u.a. bereits einen Hilfsfonds für Studierende zur Verfügung gestellt, die sich in einer finanziellen Notlage befinden und z.B. nicht von den Eltern unterstützt werden können. Die soziale Herkunft dürfe dem AStA zufolge kein Faktor sein, der bestimmt, inwiefern ein Studium angestrebt und bewältigt werden kann. Deshalb wolle sich der AStA mit dem neuen Referat für Arbeiter:innenkinder alle Studierenden aus Nicht-Akademiker:innenfamilien vertreten und den Klassismus, also die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft, "aktiv bekämpfen". Das Ziel des Referats sieht er außerdem darin, die Hürden im Studium von finanziell und kulturell benachteiligten Studierenden abzubauen und soziale Ungleichheit sichtbar zu machen

Studierende helfen Studierenden

Um auf die offenen Fragen dieser sozial und finanziell benachteiligten Studierenden einzugehen und die Studierendenschaft über diese gesellschaftlichen Probleme aufzuklären, sucht der AStA nun Betroffene, die als Erste:r in ihrer Familie studieren und ihre eigene Erfahrung mit einbringen möchten. Diese Interessierten werden zunächst in einem Arbeitskreis zusammengebracht, um sich dort mit der Diskriminierung Studierender wegen ihrer finanziellen und sozialen Herkunft zu beschäftigen. Auf dieser Grundlage soll dann ein neues Referat entstehen. 

Bis zum 17. Mai 2020 können sich Interessierte unter politischebildung@asta.uni-mainz.de melden, um an der ersten Arbeitssitzung des neuen Referats teilnehmen zu können, die noch im Mai stattfinden soll.

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