Donald Trump fordert Umbenennung des Obama Instituts der JGU

01.04.2019
Campus-News
apf

Wie gewohnt machte der US-Präsident seinem Unmut auf Twitter Luft.

Kürzlich bemerkte US-Präsident Trump die schicksalshaften Arbeitsbedingungen einiger Wissenschaftler:innen an der JGU. Er twitterte sogleich und versprach baldige Abhilfe.

Im Februar 2017 ehrten Amerikanistik-Wissenschaftler:innen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten und seine Familie, indem sie ihre interdisziplinäre Forschungsplattform in "Obama Institute for Transnational American Studies" umbenannten. Die Plattform helfe dabei, Area Studies und Kulturwissenschaften im 21. Jahrhundert neu zu definieren, und beschränke amerikanistische Forschung nicht länger auf die Nationengrenzen der USA, hieß es damals von Seiten der Universität.

Nun ist Barack Obamas Nachfolger, Präsident Donald Trump, durch einen reißerischen Bericht von Fox & Friends auf dieses Institut aufmerksam geworden. Insider aus dem Weißen Haus berichten, Trump sei während der Sendung sprichwörtlich der "Hamburger im Halse stecken geblieben". Am frühen Morgen twitterte er: "....many poor people in Germany (with all the crime going on). Even scientists working in terrible conditions at Mainz University at the at the 'Obama Instutite'. FAKE NEWS, I WON!!!! Must change!" (Quelle: Twitter 01.04.2019).

Universität offen für Namensänderung

Der US-Präsident drückte seinen Wunsch aus, das Obama Institut umzubenennen, der ursprüngliche Name sei nicht mehr zeitgemäß. Das ab jetzt noch viel bessere transatlantische Institut solle fortan "Trump Institut" heißen.

Natürlich werden auch die Studierenden der JGU Mainz von diesem Wechsel nicht unberührt bleiben. Um die Umbenennung zu finanzieren, wird im ersten Schritt der Semesterbeitrag zum kommenden Wintersemester 2019/20 erneut erhöht. Die genaue Summe steht allerdings noch nicht fest.

In einer Reihe von Tweets erklärte Trump weiterhin, er sei zuversichtlich, Deutschland und seine Wissenschaftler:innen durch seine tatkräftige Vorbildfunktion dabei zu ermutigen, ihr Land wieder "groß" zu machen. So will er die Amerikanistik der JGU zukünftig durch eine direkte Skype-Verbindung ins Weiße Haus bei der Bekämpfung von "fake news" unterstützen und der Universitätsbibliothek 1000 Exemplare seines New York Times-Bestsellers "The Art of the Deal" spenden.

Die Universitätsleitung begrüßte den Vorstoß des US-Präsidenten. In naher Zukunft könne unter der Aufsicht des neuen Trump Instituts weltumspannendes Wissen gebündelt und die Thesen aus Trumps Standardwerk der Wirtschaft noch zielgerichteter von globalem Nutzen sein. So werde das Trump Institut auch weiterhin seinem Gründungsgedanken gerecht, amerikanistische Forschung nicht länger auf Nationengrenzen zu beschränken.

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