Teddyklinik gerettet

27.10.2014
Campus-News, Freizeit
sw

Auf dem Mainzer Theaterplatz kämpfen die Mediziner der Teddyklinik gegen das Unwetter.

Teddydoc mit "Kleinfamilie"

Das Projekt von jungen Medizinstudierenden drohte „ins Wasser“ zu fallen, doch die Erstsemester aus der Vorklinik retteten das Material der Teddyklinik nachts in den Dom und am nächsten Tag bot das Rathaus Zuflucht.

Eigentlich sollte auch die 15. Teddyklinik wieder kleinen Teddyeltern mit ihren Teddys einen kostenlosen Besuch bei den Teddydocs bieten. So soll den Kindern die Angst vor Arztbesuchen und vor Krankenhäusern genommen werden und sie lernen viel über Krankheit und Gesundheit. „Für uns ist das super. Wir lernen, wie man Kindern umgeht und wie man mit ihnen über Medizin spricht”, erklärt die Teddyklinik-Organisatorin Angela Hess.

Zeltstangen fliegen

Doch nachdem die jungen Teddydocs (Human- und Zahnmedizinstudenten der Uni Mainz) angefangen hatten das Zeltkrankenhaus zu errichten, ließen anhaltende Windböen und stürmischer Regen den jungen Leuten bald die Zelte um die Ohren fliegen. Trotz schneller und unbürokratischer Hilfe durch DRK und THW konnte die Teddyklinik nicht sturmfest gemacht werden. Als dann die ersten Zeltstangen zerbrachen, stand für die durchnässten Helfer bei anhaltender Sturmwarnung auch für den kommenden Veranstaltungstag bald fest: eine Teddyklinik wäre bei solch widrigen Wetterbedingungen besonders für die Kinder viel zu riskant.

Hilfe von Ersemestern, Dom und Rathaus

Die triefend nassen Zelte und das Material mussten über Nacht in Sicherheit gebracht werden. Was dann geschah war wirklich filmreif und einzigartig in Mainz – nach kurzer Zeit waren rund 100 Erstsemester der Vorklinik von ihrer "Ersti-Kneipentour" zusammengetrommelt und der Domdekan Heinz Heckwolf alarmiert. Persönlich öffnete der Hausherr die Pforten des Mainzer Doms und 100 Leute schleppten Biergarnituren, Zelte und Verbandsmaterial in das Seitenschiff.

Auch das Rathaus wurde benachrichtigt und stellte am Tag darauf seine Räumlichkeiten zur Verfügung, damit die Teddyklinik doch noch stattfinden konnte. 

"Schmerz-weg-Bärchen"

Wie jedes Jahr konnten die Kinder (meistens zwischen 3 und 9 Jahren) mit ihren Teddys oder Puppen in der Klinik vorbeischauen, um Ihre Stofftiere fachgerecht verarzten zu lassen. Die Medizinstudierenden legten den Teddys echte Verbände an und in der Teddyklinik-Apotheke wurden "Schmerz-weg-Bärchen" verschrieben. Oberbürgermeister Michael Ebling stellte bei seiner Visite fest: "Es ist eine sehr schöne Aktion. Die Kinder bringen richtig Leben ins Rathaus."

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