HEADIS-Turnier an der Uni Mainz

15.11.2015
Freizeit, Sport
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HEADIS-Spieler in Aktion

Erfinder René Wegner

Weltmeister Cornelius Döll

Am Samstag, den 07. November 2015, öffnete die Mainzer Uni mit der Ausrichtung des HEADIS-Weltcups ihre Tore für eine absolute Trendsportart.

Die Veranstaltung, zu der sich mehr als 120 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet hatten, war sowohl in sportlicher als auch organisatorischer Hinsicht ein großer Erfolg, der die Sportart HEADIS weiter in die Mainzer Sportszene integriert und die öffentliche Wahrnehmung vorantreibt.

Für den gemeinen Sportfan mag HEADIS noch kein fester Begriff sein. Kopfballtischtennis, wie der neue Trend kurz beschrieben wird, wird überhaupt erst seit 2006 betrieben, als Erfinder René Wegner die Idee in einem Kaiserslauterer Freibad kam. Aus der Not geboren, wurde der Tischtennisball durch einen etwa handballgroßen Softball- und die Schläger durch den Kopf ersetzt; fertig das neue Spiel. Was als Freizeitgag begann, entwickelte sich schnell zum Geheimtipp und geht mittlerweile auch über diesen Status hinaus. 

Die erste größere mediale Aufmerksamkeit erfährt René Wegner 2008, als er seine Erfindung bei TV Total vorstellen soll. Nachdem die Reaktionen durchweg positiv ausfallen, folgt 2010 auf der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO), mit der Erlaubnis zur eigenen Ausstellung, der erste kommerzielle Erfolg, der HEADIS auch als Geschäftsmodell etabliert. 2012 dann der Schritt zur Firmengründung und die konsequente Professionalisierung, wodurch Wegner heute bereits vier hauptberufliche Mitarbeiter beschäftigt und über die nationalen Grenzen hinweg den Sport bekannt macht.

HEADIS für Jedermann

Bei allem Erfolg bewahren die HEADIS-Verantwortlichen eine sehr familiäre Atmosphäre. Die Veranstaltung in der Leichtathletikhalle der Sportfakultät bot bei freiem Eintritt jederzeit die Möglichkeit, sich im HEADIS zu probieren. Auf diese Unterschwelligkeit wird großen Wert gelegt: Der Sport soll bei aller Expansion und Professionalisierung in erster Linie Hobby und Freizeitgestaltung bleiben. 

Daher sollen auch weiterhin handelsübliche Tischtennisplatten genutzt werden, um den Aufwand möglichst gering zu halten. Auch die Regeln orientieren sich konsequent an den standardisierten Tischtennisregeln (mit der Ausnahme, dass Volleys, also Direktabnahmen mit dem Kopf erlaubt sind). Um die Schwelle, HEADIS zu betreiben so niedrig und unkompliziert zu halten, verzichten die Verantwortlichen bereitwillig auf Kommerzialisierungsmöglichkeiten, was den Spaß im Zentrum des Sports hält.

Neben dem HEADIS Erfinder stand auch der amtierende Weltmeister, Cornelius Döll, zu einem Gespräch bereit. Der Sportstudent aus Köln trainiert zwei- bis dreimal pro Woche in einer AG an der Kölner Uni, um seine Führungsposition in der Weltrangliste der HEADIS Spieler zu behaupten. Den sportlichen Faktor sieht er dabei durchaus gegeben, beschreibt die physische Anstrengung aber als "nicht vergleichbar mit Fußball", seiner zweiten Sportart. Trotzdem begegnet er Turnieren wie dem Weltcup in der Mainzer Uni mit Ehrgeiz und Siegeswillen.

Überhaupt sieht er, wie der Großteil der Teilnehmer, enormes Potenzial in der Sportart. Sowohl in sportlicher als auch geschäftlicher Hinsicht scheint HEADIS auf dem Weg zum absoluten Publikumsliebling. Durch die bodenständige und einladende Art, mit der alle Aktiven und Verantwortlichen den Sport verbreiten, dürfte noch viel von dem Trend zu hören sein, der sich in der Mainzer Szene durch das eigene HEADIS-Team der Mainzer Schwellköppe bereits etabliert hat und auch an der Uni regelmäßig angeboten wird. Wen jetzt also die Lust gepackt hat, kann dienstags, von 18:00 bis 20:00 Uhr, sein Können in der Willigis-Halle erproben.

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