Ersti-Bucketliste I: Zum Studienbeginn

16.10.2016
Studium, Freizeit
sab & hr

Goodie-Hefte und einiges mehr in der AStA-Erstitasche. An verschiedenen Campus-Orten, zu verschiedenen Uhrzeiten gibt es die Tüten.

Mal geistreich, mal witzig, mal sinnfrei. Die Posts der Jodelcommunity rund um den Campus.

Einmal dick im Kalender anstreichen: Die Erste Uniparty! Wann? 25. Oktober 2016 (um 21 Uhr) und Wo? Kulturcafé auf dem Campus

Irgendwas mit Viertel - wer die Uhrzeitangabe s.t. und c.t. auseinanderhalten kann, sitzt zur rechten Zeit am rechten Ort.

Die Standardfrage an alle Studierenden im Fachbereich der Sozial- und Sprachwissenschaften. Und ebenso ein Evergreen, wenn man im Bereich Geschichts- und Kulturwissenschaften studiert. Von Philologie und Philosophie aber natürlich ebenso.

Die Ersti-Woche läutet das neue Semester ein. Für alle Erstsemester haben wir fünf Tipps und Hilfestellungen aufgelistet, mit denen ihr bestens für den Semesterstart gewappnet seid. Weitere Empfehlungen für alle JGU-Neulinge gibt es in den kommenden Wochen mit der Fortsetzung: "Ersti-Bucketliste Teil II: Während des Studiums".

1. Kostenfrei abstauben: Jagdfieber auf die Gratis-Tüten

Der Mensch ist ein Jäger und Sammler. Der Studi erst recht. Besonders wenn er das Wort "gratis" hört. Anlass zum Zuschlagen gibt es bei den AStA-Ersti-Taschen, Uni-Tüten und Goodies-Heftchen. Zum Semesterstart gibt es originellere Mitgebsel als den üblichen Kuli und Notizblock: Ein Mix aus Waschmittel, Brotaufstrich und Frühstücks-Gutschein befindet sich in dem von Semester zu Semester unterschiedlich zusammengestellten Willkommenspaket. Also: Mit offenen Augen über den Campus gehen lohnt sich!

2. Jodel-App: Wie digitale Klotürschmiererei, nur anders

Jodeln ohne Alpenpanorama im Hintergrund. Was soll das? Um verstörende Blicke von Kommilitonen zu vermeiden ist die Jodel-App auf dem Smartphone ein Muss. Zwischen Hörsaal, MacBook und Herschel-Rucksack hat sich eine Jodelgemeinde von beachtlichen Ausmaß etabliert. Den neuesten Uni-Klatsch kann man anonym in Form von Texten und Bildern posten. Beiträge von anderen können kommentiert und upgevoted werden. 

Von geistreichen Sprüchen bis hin zu digitaler Klotürschmierei. Die App informiert über alles, was im eigenenen Umkreis von 10 Kilometern der Jodel-Community mitgeteilt wird. Das legendäre MVG-Racing-Team ist jedem Vollzeit-Jodler ebenso ein Begriff, wie der geschätzte Aurelius aus dem Rewi-Bau. Allerdings ist Vorsicht geboten. Wer zu lange an der Jodel-App hängt, jodelt womöglich schon dem nächsten Social-Media-Trend auf dem Campus hinterher.  

3. Unipartys und Kneipentour: Einmal groß im Kalender anstreichen

Die Ersti-Woche hat viele Facetten. Die fachbezogenen Einführungsveranstaltungen sind die eine Seite der Medaille und helfen erfolgreich ins Studium zu starten. Die andere Seite sind die Kneipentouren und das "gesellige Rahmenprogramm" der jeweiligen Fachschaften. Los geht es für alle Erstsemester am Vorplatz des HBF Mainz. Von da aus ziehen die Ersti-Gruppen in verschiedenene Lokale und Clubs der Stadt. Eine optimale Gelegenheit nach dem Campus-Leben auch das Mainzer Nachtleben auszukundschaften. Und dabei neue Kommilitonen und Kommilitoninnen in lockerer Atmosphäre kennenzulernen.

Die Ersti-Kneipentour ist auch eine Gelegenheit, auf weitere Aktivitäten, wie die gemeinsame Ersti-Fahrt und -Rallyes, aufmerksam zu werden. Das genaue Datum der Kneipentour und weitere Informationen zum Ersti-Programm gibt bei den Fachschaften und auf deren (Facebook-)Seiten.

"Wer hart lernen kann, der kann auch hart feiern." Das Credo wird noch einmal umgedreht. Noch bevor einen der erste Lernstress einholt, wartet immer am Dienstag der ersten Vorlesungswoche die Erste Uniparty. Dazu laden alle Fachschaften gemeinsam mit Campus Mainz ins Kulturcafé ein. Der große Trumph: Der Eintritt ist für alle Erstsemester frei. Einfach die große Studi-Bescheinigung, auf der die Semesteranzahl aufgeführt ist, mitbringen und am Eingang vorzeigen.

Gleichzeitig kann der Buntstift für eine weitere Traditions-Party auf dem Uni-Campus gezückt werden. Am Donnerstag einer jeden ersten Vorlesungswoche, findet die Semestereröffnungsfete (SÖF) statt. Mit 8.000 Studi-Gästen das heißgeliebte Party-Highlight, bevor die ersten Klausuren und Hausarbeiten ihre Schatten vorauswerfen.

4. Die Akademische Viertelstunde: Auch ohne Latinum pünktlich im Hörsaal

Latein weckt schnell böse Erinnerungen an die Schulzeit. Wer erst gar kein Latein gelernt hat, reibt sich über die Abkürzungen s. t. und c. t. verwundert die Augen. Im Vorlesungsverzeichnis tauchen diese verklausulierten akademischen Zeitangabe regelmäßig auf. 

Als "Akademische Viertelstunde" bezeichnet man auch die Viertelstunde, die eine Vorlesung später beginnt als im Verzeichnis angegeben. Ist eine Veranstaltung beispielsweise mit dem Vermerk 14 Uhr c. t. aufgeführt, geht es tatsächlich erst um 14:15 Uhr los. Soll die angesetzte Sitzung pünktlich um 14 Uhr beginnen, wird die Uhrzeit mit 14 Uhr s. t. angegeben.

Für die Lateinstreber unter uns (und diejenigen, die es mal werden wollen): Die lateinische Abkürzung s. t. steht für "sine tempora" (= "ohne Zeit"). Der Zusatz c. t. ("cum tempore"), heißt auf Deutsch "mit Zeit". Bei aller lateinischen Sprachgewandtheit gilt: Um komplett auf Nummer sicher zu gehen, am besten dem Professor oder Dozenten in der ersten Stunde gut zuhören und im Zweifelsfall nachfragen. 

5. Mein Studiengang und die immergleiche Frage: "Was macht man später damit?" 

"Buchwissenschaften!" -"Bitte was?" Wer Studiengänge wie Humangeographie, Linguistik oder eben Buchwissenschaften studiert, wird unweigerlich mit einer solchen Frage konfrontiert werden. Da kann es hilfreich sein, eine passende Antwort oder gar einen Hochglanz-Karriereplan wie ein Weihnachtsgedicht auswendig aufsagen zu können. Aber allen abschätzigen und nachbohrenden Kommentaren zum Trotz: Studiere das, was dich interessiert und dir Spaß macht!