Die neue Einfahrtsregelung auf den Campus – Was hat sich geändert?

28.07.2017
Campus-News
ksc

Ab August startet die elektronische Zufahrtskontrolle zum Campus. Das neue System soll den Pfortendienst entlasten.

Registrierte PKWs, die über eine dauerhafte Einfahrtserlaubnis verfügen, werden an der Schranke automatisch erkannt. Nicht registrierte PKWs können zumindest einmal pro Woche kostenfrei auf den Campus fahren.

Am 1. August 2017 wird die in den vergangenen Wochen getestete elektronische Zufahrtskontrolle für den Campus der Uni Mainz in Betrieb genommen. Damit einher geht vor allem eine entscheidende Änderung: Die Schranken bleiben auch abends und am Wochenende geschlossen.

Am 1. August nimmt eine neue elektronische Zufahrtskontrolle zum Mainzer Uni-Campus ihre Arbeit auf. 30.000 Euro aus den Haushaltsmitteln der Stadt hat sie gekostet und soll zunächst ein halbes Jahr laufen. In dieser Zeit wird der Mehrwert der Anlage geprüft. Nach Informationen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sei das Ziel vor allem, den Pfortendienst zu entlasten. 

Entlastung durch Technik

Die wachsenden Aufgaben in der Campusüberwachung äußerten sich beim Pfortendienst vor allem durch Notrufe und Störmeldungen, so die JGU. Dadurch, dass autorisierte KFZ-Zeichen nun automatisch erkannt werden, würden die Pförtner entlastet. Außerdem solle die Zufahrt auf den Campus auf diese Weise beschleunigt werden. Die "bisherige, vergleichsweise liberale Zufahrtpraxis" solle aber auch mit dem neuen System aufrechterhalten werden.

Änderung für den Studi-Alltag

Für Mainzer Studierende ändert sich vor allem eins: Die Schranken bleiben auch in den Abendstunden und am Wochenende für Besucher ohne Einfahrtserlaubnis geschlossen, denn dort erfolgt die Kennzeichenerkennung ab 1. August nur noch elektronisch. Die Hauptpforte wird jedoch weiter rund um die Uhr besetzt sein. Bei angemeldeten Veranstaltungen auf dem Campus sollen zudem auch die Schranken geöffnet bleiben, um Besuchern die Zufahrt zu gewähren. 

Einmal die Woche können Personen ohne Einfahrterlaubnis auch weiterhin zu regulären Einfahrtszeiten auf den Campus fahren. Wer häufiger auf den Campus fährt, muss bei der Pforte einen Tagesschein beantragen. Diese Regelung gilt für Bewohnerinnen und Bewohner des Studierendenwohnheims wie für restliche Campusbesucher. 

AStA kritisiert neue Einfahrtsregelung

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Mainz (AStA) hat die neue Regelung kritisiert. In einer Pressemitteilung erklärt Verkehrsreferent Hädy Metwaly: "Die Universität hat in einem beispiellosen Akt von Intransparenz und Realitätsferne an den Studierenden vorbei entschieden, dass ihre Autos auf dem Campus unerwünscht sind." Desweiteren müssten Studierende "durch die Einfahrtsgenehmigungen das Jobticket der Mitarbeiterinnen finanzieren, können selbst aber keine Vorteile daraus ziehen", so Pressereferent Stephan Weißbach. Außerdem sei die Zufahrt zu den Parkplätzen für Bewohnerinnen und Bewohner des Studierendenwohnheims Inter II in deren Pauschalmiete enthalten. Diese würde ihnen damit verwehrt.

Uni widerspricht den Vorwürfen

Die JGU widerspricht den Vorwürfen des AStA. In der Miete des Wohnheims sei keine Parkgebühr enthalten. Ebenso sei zwar zutreffend, "dass die Landesregierung das Angebot eines Job-Ticket für Beschäftigte an die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung gekoppelt hat", allerdings würden Studierende damit nicht das Job-Ticket für Beschäftigte subventionieren. Durch die zunehmend kleiner werdende Zahl der Parkplätze durch den Bau der Mainzelbahn und andere Bauprojekte sei eine Bewirtschaftung der verbleibenden Parkplätze ohnehin notwendig, auch ohne landesrechtliche Regelung.

Für eine dauerhafte Einfahrtserlaubnis gelten weiterhin die im Januar 2013 eingeführten Preise: Eine Einfahrtserlaubnis für den Campus kostet 25 Euro für 6 Monate bzw. 50 Euro für 12 Monate und kann bei der Abteilung Zentrale Dienste beantragt werden.

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