Deutsche Studi-Städte: Wo lässt es sich am besten studieren?

15.05.2017
Wohnen
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München zählt zu den beliebtesten Studentenstädten – leider auch zu den teuersten. (c) Grace.Donaghue, München (flickr) [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)]

Tagtäglich tummeln sich tausende Studierende an den Universitäten verschiedener deutscher Städte. Doch wo zieht es die angehenden Akademiker am ehesten hin – und warum?

Das Sommersemester hat vor einiger Zeit begonnen und viele Erstsemester leben sich derzeit in ihrer neuen Umgebung ein. Ausschlaggebend für die Wahl der Universität ist dabei nicht nur das Studienfach, sondern auch der Studienort. Welche Städte sind für Studentinnen und Studenten attraktiv?

München und Berlin ziehen viele an

München und Berlin sind dabei erwartungsgemäß besonders beliebt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Portals verbraucherwelt.de aus dem Jahr 2016. Zahlreiche Städte wurden im Hinblick auf die Zufriedenheit der dort lebenden Studierenden untersucht. Dazu wurden diese in Studentengruppen auf Facebook befragt. Bewertet wurden die Mietpreise, die Anzahl der Grünflächen, die Verkehrsanbindungen, Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle Angebote und die Partymöglichkeiten.

In punkto Lebensqualität hat kaum eine Stadt so viel zu bieten wie München und Berlin. Unabhängig davon, ob man feiern möchte, es genießt, in der Stadt zu bummeln, oder den Nachmittag einfach auf der Wiese verbringt: Für jeden ist etwas dabei. Problematisch ist allerdings der Wohnungsmarkt. Während man in Berlin bis zu 16 Euro pro Quadratmeter zahlen muss, kann sich der Preis in München schon mal auf 24 Euro belaufen.

Großstädte sind beliebt - aber teuer

Doch nicht nur München und Berlin schneiden gut ab: Großstädte kommen insgesamt gut an. Ob nun das internationale Flair Frankfurts, die zahlreichen Discos in Köln oder Hamburg als drittgrößter Musicalstandort weltweit – Großstädte punkten fast ausnahmslos in den Bereichen Kultur, Spaßfaktor und Natur. Diese vielfältigen Möglichkeiten haben aber ihren Preis, denn die Metropolen zählen zu den teuersten Gegenden Deutschlands.

Im Ruhrgebiet lebt es sich günstig

Wem es vor allem auf die preislichen Bedingungen ankommt, der ist im Ruhrgebiet gut aufgehoben. In Duisburg zahlt man für den Quadratmeter lediglich rund 7 Euro. Dafür mangelt es laut Umfrageergebnissen an Grünflächen und auch der Spaßfaktor wird nur durchschnittlich bewertet.

Eine Alternative stellt Essen dar. Preislich ebenfalls günstig, schneidet die Stadt mit ihren zahlreichen Kneipen und relativ vielen Naturflächen deutlich besser ab. Möchte man im Ruhrgebiet hingegen feiern, bietet sich die Partymeile Bermuda3eck in Bochum an.

Ostdeutschland nicht zu unterschätzen

Der Osten Deutschlands mag für manchen auf den ersten Blick eher fremd erscheinen. Aber in den ostdeutschen Städten steckt viel Potenzial. Das liegt nicht zuletzt an Städten wie Paderborn, in denen jeder vierte unter 25 Jahren ist. Dementsprechend positiv werden die Freizeitangebote eingeschätzt. Zudem entlastet die Initiative Wohnraum für Studierende in Paderborn den Wohnungsmarkt deutlich.

Eine ebenfalls junge Bevölkerung findet sich in Jena, in der jeder vierte Einwohner Studi ist. Das Partyleben kommt somit nicht zu kurz und mit durchschnittlich 8,89 Euro pro Quadratmeter lässt es sich immer noch günstiger wohnen als in vielen anderen Städten. Kulturelle Liebhaber erfreuen sich insbesondere an den vielen Museen.

Nicht zu vergessen ist die größte Stadt Sachsens - Leipzig. Die Stadt bietet mit ihren zahlreichen Kneipen, Bars, Theatern, Museen und künstlerischen Ausstellungen eine ähnliche Lebensqualität wie München.

Bambergs Altstadt gehört zum Weltkulturerbe

Architekturliebhaber fühlen sich in Bamberg besonders wohl. Die Altstadt, mit ihrem frühmittelalterlichen Anstrich, gehört zum Weltkulturerbe. Auf den zahlreichen Grünflächen kann man ein Bier aus den 60 Brauereien in der Umgebung genießen.

Heidelberg lädt ebenfalls mit seiner geschichtsträchtigen Stadtstruktur zum Verweilen ein. Viele Gebäude aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg sind in einem guten Zustand erhalten geblieben. Shoppingliebhaber freuen sich außerdem über die 1,4 Kilometer lange Einkaufsstraße in der Altstadt. Allerdings gestaltet sich der Wohnungsmarkt äußerst schwierig.

Unabhängig davon, ob man seine Studienzeit mit Partys verbringen möchte oder lieber die Studienjahre entspannt genießt – jeder wird in deutschen Städten fündig werden.